Klinik für Innere Medizin II: Gastroenterologie und Lungen-/Bronchialheilkunde

Klinik für Innere Medizin II: Gastroenterologie, Hämatologie und Int. Onkologie, Lungen-/Bronchialheilkunde, Allgemeine Innere Medizin

Unsere Klinik ist für die beiden internistischen Themenfelder Gastroenterologie und Pneumologie zuständig. Die Gastroenterologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie den damit verbundenen Organen Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, des Stoffwechsels und des Enddarmes auf dem Niveau eines Schwerpunktkrankenhauses.Neben schweren gastroenterologischen Erkrankungen wie Tumore des Verdauungstraktes, Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatitis, Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, gehören verschiedenste Funktionsstörungen, wie etwa das Reizdarmsyndrom zum Bereich der Gastroenterologie.

Die Lungen und Bronchialheilkunde oder Pneumologie befasst sich mit den unterschiedlichsten Erkrankungen der Lunge und der Bronchien wie etwa Asthma, Bronchitis, Lungenentzündung bis hin zum Bronchialkarzinom.

Die Klinik bietet das gesamte Spektrum der endoskopischen und sonografischen Verfahren an und ist räumlich und apparativ auf dem neuesten Stand, so dass die Patienten optimal untersucht, behandelt, überwacht und nachbeobachtet werden können.

Je nach Wunsch können Gastroskopie oder Koloskopie ohne Sedierung mit besonders dünnen Instrumenten durchgeführt werden. Anderenfalls erfolgen diese Untersuchungen wie alle anderen aufwändigeren Verfahren nach Gabe einer Schlafspritze (Midazolam oder Propofol) in einer dem Wunsche des Patienten oder der Schwierigkeit des Falles angemessenen Schlaftiefe. Dabei erfolgt eine kontinuierliche und dokumentierte Überwachung.

Im interdisziplinären Bauchzentrum arbeiten die Kliniken der Innere Medizin/Gastroenterologie und Chirurgie eng zusammen und sorgen für optimale Behandlungsergebnisse bei Abdominalerkrankungen.

Leistungen

Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin

Schwerpunkte

  • Endoskopische Diagnostik und Therapie
  • Hepatologie
  • Proktologie
  • Ultraschall-Labor
  • Endosonographische Diagnostik und Therapie
  • Lasertherapie
  • Chemotherapie
  • Palliativmedizin

Besondere Schwerpunkte 

Die Diagnostik und Therapie von Dünndarmerkrankungen bildet einen weiteren Schwerpunkt der Behandlung. Hier bieten wir die sogenannte Doppelballonenteroskopie an, welche die diagnostische Lücke zwischen Magen und Dickdarm schließt (z. B. beim Morbus Crohn) und mit der auch Erkrankungen des Dünndarms (wie chronische Blutungen) wirkungsvoll behandelt werden können.

Die Diagnostik und Behandlung bösartiger Erkrankungen des gastroenterologischen Fachgebietes erfolgt in Zusammenarbeit mit der allgemein- und viszeralchirurgischen Abteilung und stellt einen weiteren besonderen Schwerpunkt dar. Methoden sind z. B. die Einlage von Röhrchen in die Speiseröhre oder dem Darm (Stents), um die Nahrungspassage sicherzustellen.

Als Spezialisten für Erkrankungen des Verdauungstraktes, Lebererkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder chronischen Magen-Darmerkrankungen betreuen wir unsere Patienten auf höchstem Niveau.

Der Chefarzt strebt die volle Zulassung für die Weiterbildung in dem Teilgebiet Gastroenterologie an, wobei der Abteilung bereits die vollständige Weiterbildungsermächtigung im Fach" Innere Medizin" vorliegt. 

Diagnostische Endoskopie

  • Ösophagogastroduodenoskopie (Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm)
  • Ileokoloskopie (Spiegelung des gesamten Dickdarms und des unteren Dünndarms)
  • Doppelballonendoskopie (Spiegelung des Dünndarms)
  • Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP; Darstellung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges nach endoskopischer Kontrastmittelgabe)
  • Chromoendoskopie (endoskopische Untersuchung des Magen-Darmtraktes unter Anwendung spezieller Färbemethoden, z.B. zur besseren Darstellung von Frühkarzinomen)
  • Endosonographie von Ösophagus, Magen und Duodenum (Ultraschalluntersuchung der Wand des Verdauungstraktes und der umgebenden Organe durch an Endoskopen integrierten Ultraschallsonden)
  • Perkutane sonographisch und endosonographisch gezielte Punktion (Gewebeentnahme von inneren Organen mittels Punktionsnadel unter sonographischer Sicht)
  • Perkutane Leberblindpunktion nach Menghini (Entnahme einer Gewebeprobe aus der Leber mittels einer Spezialnadel) 

Therapeutische Verfahren

  • Polypenentfernungen (inklusive Mucosektomie) mittels Schlinge oder Laser im gesamten Gastrointestinaltrakt
  • Endoskopische Blutstillung mittels Sklerotherapie, Fibrinklebung, Hämoclip und Laser bzw. Argon-Beamer
  • Bändchenligatur bei Krampfadern der Speiseröhre
  • Behandlung von Stenosen (Verengungen) durch Ballondilatation, Bougierung sowie mittels Laserung
  • Endoskopisches Einbringen von Gallengang-, Pankreasgang-, Speiseröhren- und Darmendoprothesen bei entzündlichen, narbigen oder tumorösen Verengungen
  • Im Rahmen der Dünndarm-Doppelballon-Endoskopie (Spiegelung des gesamten Dünndarms von oral und anal) das Aufspüren und die Verödung von Blutungsquellen mit Argon-Beamer als auch Abtragung von Polypen
  • Gallengangssteine können endoskopisch nach vorausgegangener Papillotomie (Schlitzung der Mündung des Gallenganges in den Zwölffingerdarm) entfernt werden. Bei großen Steinen erfolgt vor der Extraktion eine Lithotripsie (Zertrümmerung). Diese erfolgt intraduktal, entweder mechanisch mittels eines Stahlkörbchens oder durch elektrohydraulische Stoßwellenlithotripsie. Von außen durch die Haut können Steine durch fokussierte Ultraschallwellen zertrümmert werden (ESWL = extracorporale Stoßwellenlithotripsie)
  • Perkutane Einlage von Ernährungssonden in den Magen und Dünndarm bei Schluckstörungen (PEG/ PEJ-Anlage)
  • Perkutane ultraschallgesteuerte Punktionen mit Drainierung von Zysten und Abszessen; Drainage von gestauten Gallengängen (PTCD)
  • Proktologische Behandlungen: Hämorrhoidensklerosierung, Bändchenligatur, Fissurbehandlung
  • Fremdkörperentfernungen im Magen-Darmtrakt
  • Endosonographie des oberen Verdauungstraktes mit gezielter ultraschallgesteuerter Echtzeit-Biopsie auch benachbarter Organe (EUS-FNA) sowie Legung cysto-gastrischer Drainagen und Coeliakus-Blockade
  • Doppelballonendoskopie 

Doppelballonendoskopie - Therapie und Diagnostik

Mit Hilfe eines speziellen Endoskopes kann der gesamte – fünf Meter lange – Dünndarm gespiegelt werden. Das Prinzip besteht darin, den Dünndarm mit Hilfe eines am Instrumentarium befestigten Ballons Stück für Stück nach dem Ziehharmonika-Prinzip aufzufädeln. Dabei kann eine Gewebeentnahme und eine Behandlung vor Ort durchgeführt werden. Polypen können abgetragen und Blutschwämmchen, die als relativ häufige Blutungsquelle auch im gesamten Dünndarm vorkommen, gezielt behandelt werden. Somit können dem Patienten aufwändige offene Bauchoperationen erspart bleiben.

Endosonographie- Therapie und Diagnostik

Die Endosonographie ist ein modernes bildgebendes Untersuchungsverfahren, welches die wenig invasive Technik der Endoskopie mit der hochauflösenden Sonographie verbindet. Die Endosonographie liefert durch den direkten Kontakt mit dem zu untersuchenden Organ die besten Bilder. Außerdem kann mittels Endosonographie eine nur wenig belastende Gewebegewinnung aus dem Mediastinum (Mittefell), z.B. bei Lymphknotenvergrößerungen oder Veränderungen der Speiseröhre, Magenwand oder der Bauchspeicheldrüse erfolgen. Auch eignet sich dieses Verfahren für die Einlage von Ableitungssonden in zystische Veränderungen der Bauchspeicheldrüse und zur Blockade lokaler Nervengeflechte in der Schmerztherapie. Für den Patienten ist die Durchführung einer Endosonographie mit einer Spiegelung des Magens vergleichbar und dauert in der Regel nicht länger als 15 Minuten. Auf Wunsch des Patienten wird eine kurzdauernde Sedierung („Schlafspritze") verabreicht. 

Häufig gestellte Fragen:

Wie belastend ist eine Darmspiegelung/Magenspiegelung?

Kurz vor Untersuchungsbeginn kann, je nach Absprache, eine Beruhigungsspritze (Midazolam®/Dolantin®/Propofol) verabreicht werden, welche die Untersuchung für den Patienten angenehmer und entspannter werden lässt. Da die Wirkung länger anhalten kann, wird der Kreislauf konstant überwacht. Der Patient verbleibt anschließend drei Stunden zur Beobachtung. Danach sollten man sich abholen lassen und auf keinen Fall selbst mit dem Auto nach Hause fahren, da das Reaktionsvermögen noch beeinträchtigt sein kann.

Wie muss ich mich auf eine Magenspiegelung vorbereiten?

Eine 6-stündige Nahrungskarenz ist zur Vorbereitung ausreichend, um eine exakte und sichere endoskopische Untersuchung durchführen zu können.

Wie muss ich mich auf eine Darmspiegelung vorbereiten?

Es ist von großer Bedeutung, dass Ihre Darmschleimhaut völlig von Stuhl- und Nahrungsresten befreit ist. Nur so ist eine optimale Beurteilung Ihrer Darmschleimhaut und Sicherstellung der Diagnose gewährleistet. Sie beginnen mit der Vorbereitung einen Tag vor der Untersuchung. Wenn Sie den Termin schon einige Tage im Voraus wissen, sollten Sie auf Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte verzichten, da diese nur schwer verdaut werden können. Sie bekommen beim Aufklärungsgespräch zwei Beutel Movi-Prep® mit nach Hause. Diese sollten Sie nach Anleitung auflösen und trinken (siehe Informationsblatt beim Aufklärungsgespräch). Die Vorbereitung ist abgeschlossen, wenn die gesamten zwei Liter verbraucht sind und der Stuhlgang eine wässrig gelbe Farbe, wie Kamillentee hat. Ca. eine Stunde vor, während und bis eine Stunde nach der Zufuhr der Lösung sollten über den Mund keine Arzneimittel eingenommen werden, da diese vom Körper nicht aufgenommen werden. Bei Auftreten von Blähungen und Übelkeit ist die Einnahme zu verlangsamen oder ganz einzustellen, bis Besserung eintritt. Die gebrauchsfertige Lösung im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 48 Stunden verbrauchen. Mineralwasser ersetzt nicht die Vorbereitung mit Movi-Prep®!

Wer klärt mich auf?

Sie bekommen einen Termin in der Abteilung. Dieser wird einige Tage vor Ihrer endoskopischen Untersuchung liegen. Dort finden das Aufklärungsgespräch und die Blutentnahme statt. Ebenfalls bekommen Sie dort Ihre Vorbereitungslösung für die Darmreinigung zur Darmspiegelung.

Welche Unterlagen sind wichtig?

Wenn Sie bei uns eine Darmspiegelung durchführen lassen möchten, benötigen wir von Ihrem Hausarzt eine Überweisung. Für eine Magenspiegelung benötigen wir eine Einweisung. Falls endoskopische Vorbefunde vorhanden sind, bringen Sie diese bitte zum Vorgespräch mit.

Was passiert bei einer Magenspiegelung?

Diese endoskopische Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Sie bekommen ein Rachenspray (Xylocain Spray®) verabreicht, damit das Einführen des Endoskopes für Sie etwas angenehmer ist. Im Anschluss an die Untersuchung dürfen Sie das Krankenhaus wieder selbstständig verlassen. Die andere Möglichkeit ist, Sie bekommen eine „Beruhigungsspritze“, die Sie während der Untersuchung schlafen lässt. Nach der „Beruhigungsspritze“ müssen Sie zur Kreislaufüberwachung noch 3 Stunden bei uns bleiben und dürfen nicht alleine mit dem Auto nach Hause fahren, sondern müssen sich abholen lassen. Bei dieser Untersuchung liegen Sie in Linksseitenlage. Bei der Magenspiegelung wird das Endoskop durch den Mund, am Kehlkopf vorbei, in die Speiseröhre geführt, dann weiter in den Magen und bis zum Zwölffingerdarm vorgeschoben. Das Endoskop wird nun zurückgezogen und dabei wird die Schleimhaut optisch auf Veränderungen beurteilt. Da aber nicht jede Veränderung sichtbar ist, werden routinemäßig Gewebeproben aus jedem Abschnitt entnommen. Dies ist absolut schmerzfrei für Sie. Diese Proben werden mikroskopisch untersucht und das Ergebnis wird Ihrem Hausarzt mitgeteilt.

Was passiert bei einer Darmspiegelung?

Die Untersuchung erfolgt in Linksseitenlage oder Rückenlage. Die meisten unserer Patienten wählen für diese Untersuchung eine „Beruhigungsspritze“. Im Anschluss an die Untersuchung müssen Sie bei einer „Beruhigungsspritze“ 3 Stunden zur Kreislaufüberwachung im Krankenhaus bleiben. Die Untersuchungsdauer beträgt im Normalfall ca. 20 Minuten. Das Endoskop wird durch den Anus in den Darm eingeführt und langsam vorgeschoben. Im unteren Teil des Darmes muss das Gerät über einige „Kurven“ hinweg geschoben werden. Dann wird es entlang der linken Seite bis unterhalb der Milz geführt, anschließend quer durch den Oberbauch bis hin zur Leber-/Gallenregion, von dort wird es entlang der rechten Seite bis in die Einmündung des Dünndarmes in den Dickdarm geführt. Wenn diese Position erreicht ist, wird das Endoskop langsam zurückgezogen, um die Schleimhaut auf Veränderungen hin zu überprüfen, dabei werden aus den verschiedenen Darmabschnitten routinemäßig Gewebeproben entnommen. Sollten Polypen (Gewebewucherungen) auftreten, so können diese mittels einer Schlinge entfernt werden.

Wie muss ich mich bei einer Polypenabtragung verhalten?

Da ein Polyp (gutartige Geschwulst) auch einmal bösartig werden kann, wird er über das Endoskop mit einer Schlinge eingefangen und mit Hilfe von elektrischem Strom abgetragen (Polypektomie).

In den allermeisten Fällen kann dieser Polyp während der Untersuchung geborgen werden und im Anschluss zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eingeschickt werden.

Unter Umständen kann es an der Abtragungsstelle zu Nachblutungen oder zu lokalen Reizungen des Bauchfells verbunden mit Schmerzen kommen.

Deshalb sollten Sie 24 Stunden nach der Untersuchung:

  • auf leichte Kost achten, die den Stuhl weich hält
  • kein Zäpfchen, keinen Einlauf, kein Klystier verabreichen
  • im After kein Fieber messen
  • sich keinen großen körperlichen Anstrengungen aussetzen

und in den acht Tagen nach der Untersuchung zusätzlich:

  • kein ASS (Aspirin) einnehmen (nach Absprache mit dem Arzt)
  • den Stuhl auf Blut beobachten

Kleine Blutablagerungen sind kein Grund zur Besorgnis.

Bitte kommen Sie jedoch unverzüglich ins Krankenhaus, wenn …

  • sich größere Blutablagerungen im Stuhl finden
  • der Stuhl schwarz ist (Teerstuhl)
  • sehr starke Bauchschmerzen auftreten

Dabei ist es für den zuständigen Arzt hilfreich zu wissen, an welchen Stellen Polypen abgetragen wurden.

Ihrem Hausarzt geht in den kommenden Tagen ein Brief zu, in dem wir das Ergebnis der Histologie mitteilen und Ihnen einen Zeitpunkt für eventuelle Nachuntersuchungen empfehlen. 

Lungen- und Bronchialheilkunde

Der Bereich für Lungen- und Bronchialheilkunde beschäftigt sich mit sämtlichen Atemwegserkrankungen wie z. B. Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Lungenemphysem, Lungenkrebs, Tuberkulose, Schlafapnoesyndrom (in der ambulanten Vordiagnostik ebenso wie im stationären Schlaflabor), Beatmungsmedizin, Allergien, chronischer Atemschwäche mit Erschöpfung der so genannten Atempumpe sowie seltenen Lungenerkrankungen wie etwa Lungenfibrosen.

Da die Lunge neben der Haut das größte Organ des Körpers ist, das Kontakt mit der Umwelt hat, sind die Erkrankungen entsprechend vielfältig und oft umweltbedingt. Zur Diagnostik sind empfindlichste Messverfahren erforderlich. Diese reichen von der „großen“ Lungenfunktionsuntersuchung (Bodyplethysmographie) und der Blutgasanalyse über die Allergie-Hautteste bis hin zur Bronchialspiegelung (Bronchoskopie).

Eine Besonderheit innerhalb des lungenfachärztlichen Bereichs ist das von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin anerkannte Schlaflabor, das mit einer schlafmedizinischen und pneumologisch-allergologischen Ambulanz verknüpft ist. Im Rahmen der Schlafmedizin lassen sich Tagesmüdigkeit und Schlafstörungen weiter abklären, wobei besonderes Augenmerk dem sogenannten Schlafapnoesyndrom gewidmet wird. Bevorzugt betroffen sind Dauerschnarcher und Personen mit Übergewicht. Neben der Diagnostik ist die qualifizierte Einleitung, Durchführung und Betreuung einer Nasenbeatmungstherapie möglich.

Diagnostisch werden in der Abteilung durchgeführt:

Bodyplethysmographie (sogenannte große Lungenfunktion), Allergiehautteste, nasale und bronchiale Provokationsteste, Bronchoskopie (mit BAL, bronchialen und transbronchialen Biopsien, Schlafapnoescreening (Polygraphie), die so genannte große Schlaflaboruntersuchung (Polysomnographie) im Schlaflabor, 24 h Langzeit-pH-Metrie der Speiseröhre (Säuremessung; zur Diagnostik bei chronischem Husten und Asthma), Diffusionskapazitätsmessung (zur Bestimmung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit der Lunge), Blutgasanalysen unter Raumluft/körperlicher Belastung und zur Einstellung auf eine Langzeitsauerstofftherapie. Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kardiologie, in der bei Verdacht auf eine Herzerkrankung entsprechende weitere Untersuchungen vorgenommen werden können. Sämtliche Leistungen, bis auf die Polysomnographie, können auch ambulant angeboten werden. 

Therapeutisch kommen zum Einsatz:

Inhalationstherapie (auf den Stationen und in der krankengymnastischen Abteilung), Atemgymnastik (in der krankengymnastischen Abteilung), verschiedene nasale Beatmungsverfahren (nCPAP, nBIPAP, nBIPAP-ST, druck- und volumenkontrollierte Verfahren), bronchoskopische Absaugung, Chemotherapie bei Lungenkrebs, medikamentöse Therapie der Tuberkulose, medikamentöse Therapie der seltenen Lungenerkrankungen, Sauerstofftherapie und Einleitung der Langzeitsauerstofftherapie, Einstellung auf moderne inhalative Medikamente sowie Information/Schulung bei chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen. 

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin ist ein Behandlungskonzept für schwerstkranke Patienten ohne Aussicht auf Heilung in der letzten Phase ihres Lebens. Im St. Antonius-Hospital Gronau gibt es seit 2012 eine Palliativeinheit, die organisatorisch der Inneren Medizin II zugeordnet ist. Geführt wird die Palliativmedizin von Dr. med. Annette Koeth. Die Palliativstation befindet sich aktuell im Umbau und wird im Herbst 2019 mit speziell ausgestatteten Zimmern und Räumlichkeiten den Patienten und ihren Angehörigen zur Verfügung stehen.

Die Palliativmedizin verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und ist nicht auf eine Heilung des Patienten hin ausgerichtet, sondern auf die Reduzierung von Beschwerden und eine möglichst hohe Lebensqualität trotz schwerster Erkrankung. Ganzheitlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang die Linderung körperlicher, spiritueller und psychosozialer Leiden. Einen wesentlichen Aspekt der medizinischen Behandlung bilden die Schmerzlinderung sowie die Behandlung von Atemnot und anhaltender Erschöpfung. Ziel ist nicht die Gesundung, sondern der Wert der verbleibenden Lebenszeit des Patienten für alle Beteiligten. Dabei kommen hochdosierte Medikamente genau so zum Einsatz wie etwa Massagen, Bäder etc.

Ebenso wichtig ist aber die Auseinandersetzung mit den Sorgen, Nöten und Ängsten der Patienten, Angehörigen und engen Freunden. Sehr gut beschrieben wird dies in der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Palliativbetreuung dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hoch qualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur (Quelle: WHO).

Palliativpatienten werden in der Regel durch die Kliniken unseres Hauses zugewiesen. Neben der Krankengeschichte und Feststellung der körperlichen Verfassung geht es auch um die Beurteilung der psychosozialen Situation. Wie stark ist der Patient durch die Erkrankung belastet? Wie wirkt sich die Erkrankung auf das soziale Umfeld aus?

Unabhängig von der Ausbildung oder auch Zuständigkeit führen alle in der Palliativmedizin tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also das gesamte Palliativteam, Gespräche mit den Patienten. Das Gespräch ist eine zentrale Säule der palliativmedizinischen Betreuung. Wenn der Patient anstatt z. B. eine Massage zu bekommen lieber mit dem Physiotherapeuten über aktuelle Beschwerden und Probleme reden möchte, versucht der Mitarbeiter, dieses möglich zu machen.

Team

Dr. med. Gisbert LinnemannDr. med.
Gisbert Linnemann
Chefarzt Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie, Lungen- und Bronchialheilkunde
Daniel Brauer Daniel Brauer
Oberarzt

Fatemeh Lauschke
Oberärztin

Kontakt

Sekretariat

Monika Hewing, Leitung
Tel: 02562 915-2000 • Fax: 02562 915-2005
E-Mail schreiben

Sprechstunden

Für alle Sprechstunden ist eine Anmeldung im Sekretariat erforderlich. Wir bieten Ihnen eine regelmäßige Sprechstunde zu folgenden Zeiten an:

Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Lungen- und Bronchialheilkunde 

Für alle Sprechstunden ist eine Anmeldung in der Praxis Dr. Bernd Gronemeier erforderlich.
Für einen ambulanten Termin wird eine Überweisung vom Hausarzt benötigt.

Praxis Dr. Bernd Gronemeier

Tel.: 02562/915-1860
Fax: 02562/915-1865
E-Mail schreiben

Es werden regelmäßige Sprechstunden zu folgenden Zeiten angeboten: 

Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr
Dienstag von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch von 8.00 bis 12.00 Uhr
Donnerstag von 9.00 bis 15.00 Uhr
Freitag von 8.00 bis 14.00 Uhr

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