Palliativmedizin

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin ist ein Behandlungskonzept für schwerstkranke Patienten ohne Aussicht auf Heilung in der letzten Phase ihres Lebens. Im St. Antonius-Hospital Gronau gibt es seit 2012 eine Palliativeinheit, die organisatorisch der Inneren Medizin II zugeordnet ist. Geführt wird die Palliativmedizin von Dr. med. Annette Koeth. Die Palliativstation befindet sich aktuell im Umbau und wird im Herbst 2019 mit speziell ausgestatteten Zimmern und Räumlichkeiten den Patienten und ihren Angehörigen zur Verfügung stehen.  

Die Palliativmedizin verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und ist nicht auf eine Heilung des Patienten hin ausgerichtet, sondern auf die Reduzierung von Beschwerden und eine möglichst hohe Lebensqualität trotz schwerster Erkrankung. Ganzheitlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang die Linderung körperlicher, spiritueller und psychosozialer Leiden. Einen wesentlichen Aspekt der medizinischen Behandlung bilden die Schmerzlinderung sowie die Behandlung von Atemnot und anhaltender Erschöpfung. Ziel ist nicht die Gesundung, sondern der Wert der verbleibenden Lebenszeit des Patienten für alle Beteiligten. Dabei kommen hochdosierte Medikamente genau so zum Einsatz wie etwa Massagen, Bäder etc. 

Ebenso wichtig ist aber die Auseinandersetzung mit den Sorgen, Nöten und Ängsten der Patienten, Angehörigen und engen Freunden. Sehr gut beschrieben wird dies in der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Palliativbetreuung dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hoch qualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur (Quelle: WHO).

Palliativpatienten werden in der Regel durch die Kliniken unseres Hauses zugewiesen. Neben der Krankengeschichte und Feststellung der körperlichen Verfassung geht es auch um die Beurteilung der psychosozialen Situation. Wie stark ist der Patient durch die Erkrankung belastet? Wie wirkt sich die Erkrankung auf das soziale Umfeld aus? 

Unabhängig von der Ausbildung oder auch Zuständigkeit führen alle in der Palliativmedizin tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also das gesamte Palliativteam, Gespräche mit den Patienten. Das Gespräch ist eine zentrale Säule der palliativmedizinischen Betreuung. Wenn der Patient anstatt z. B. eine Massage zu bekommen lieber mit dem Physiotherapeuten über aktuelle Beschwerden und Probleme reden möchte, versucht der Mitarbeiter, dieses möglich zu machen. 

Dr. med. Annette KoethDr. med.
Annette Koeth
Leitende Abteilungsärztin

Kontakt

Zeynepgül Ansal-Eryüz, Leitung
Tel: 02562 915 2210 • Fax: 02562 915 2255
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