Ausbildung Pflegeberufe

Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau

Ab 2020 startet die neue Pflegeausbildung. In dieser neuen Ausbildungsform werden alle Ver-sorgungsbereiche (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) vereint. Die Absolventen unserer Gesundheits- und Krankenpflegeschule können damit uneingeschränkt in allen Bereichen der Pflege arbeiten. Im dritten Jahr gibt es die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann fortzusetzen oder die Pflegeausbildung mit den bekannten Abschlüssen in der Kinderkranken- oder Altenpflege zu vollenden. Die Pflegefachmänner und -frauen werden in der Lage sein, in allen Bereichen der Pflege – Akutpflege, Kinderkrankenpflege, stationäre oder ambulante Langzeitpflege sowie allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrische Versorgung – tätig zu werden. Das führt zu mehr beruflicher Flexibilität in den verschiedenen Arbeitsbereichen. Der Abschluss zum/zur Pflegefachmann/-frau ist zudem in der gesamten EU anerkannt.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzungen zur Ausbildung in der Pflege nach §11 PflBG (Pflegeberufegesetz) sind: 

  • Mittlerer Bildungsabschluss oder als gleichwertig anerkannter Abschluss oder
  • Hauptschulabschluss oder als gleichwertig anerkannter Abschluss und
  • erfolgreich abgeschlossene 2-jährige Berufsausbildung oder
  • erfolgreich abgeschlossene landesrechtlich geregelte, mindestens 1-jährige Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege
  • eine bis 31.12.2019 begonnene, erfolgreich abgeschlossene landesrechtlich geregelte mindestens 1-jährige Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenhilfe oder
  • eine erteilte Erlaubnis als Krankenpflegehelfer/-in (auf Grundlage KrPflG vom 04.06.1985)
  • oder erfolgreicher Abschluss einer sonstigen 10-jährigen allgemeinbildenden Schulbildung
  • dass die Bewerberin oder der Bewerber in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes geeignet ist

Ausbildungsziel

Die Ausbildung soll Sie nach § 5 PflBG dazu befähigen:

1. Die folgenden Aufgaben selbstständig auszuführen:

  • Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und der Planung der Pflege
  • Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses
  • Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewendeten Maßnahmen
  • Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugspersonen
  • Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu Pflegenden insbesondere im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie die Pflege und Betreuung bei Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder Arztes und Durchführung von Maßnahmen in Krisen und Katastrophensituationen
  • Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegekontexten sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen von Gesundheitsberufen

2. Ärztlich angeordnete Maßnahmen eigenständig durchzuführen, insbesondere Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation

3. Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle, multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen

Ausbildungsstruktur

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Pflegefachmann/-frau dauert insgesamt drei Jahre. Etwa 25 Auszubildende bilden einen Kurs. Während der drei Ausbildungsjahre wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab, sodass ca. 8 -10 unterschiedliche Praxiseinsatzorte von den Auszubildenden durchlaufen werden. Zur Überprüfung des Lernerfolges und der Entwicklung des Auszubildenden finden regelmäßige Lernerfolgskontrollen in mündlicher, schriftlicher und praktischer Form statt.

Die staatliche Abschlussprüfung erfolgt in den letzten Wochen der Ausbildung und besteht aus der

  • Praktischen Abschlussprüfung (auf einer Station)
  • Theoretischen Abschlussprüfung
  • Mündlichen Abschlussprüfung

Theoretische Ausbildung

Der theoretische Unterricht wird methodisch vielseitig gestaltet, z. B. durch Gruppenarbeiten, Referate, praktische Übungen, Vorträge, Unterrichtsgespräche und Projektarbeiten. Er gliedert sich in die verschiedenen Themenbereiche:

  • Themenbereich I
    Pflege von Menschen aller Altersgruppen verantwortlich planen, organisieren, gestalten und evaluieren
  • Themenbereich II
    Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten
  • Themenbereich III
  • Intra- und Interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten
  • Themenbereich IV
    Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen
  • Themenbereich V
    Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen

Während der Theoriephase besuchen Sie

  • Berufsbezogene Seminare/ Ausstellungen
  • Informationsveranstaltungen in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt: 

  • in der stationären und ambulanten Akut- und Langzeitpflege sowie
  • in speziellen Bereichen der pädiatrischen und psychiatrischen Versorgung.

In allen Einsatzbereichen engagieren sich pädagogisch weitergebildete PraxisanleiterInnen für die Auszubildenden. Die PraxisanleiterInnen führen die Auszubildenden schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung beruflicher Aufgaben heran. Sie unterstützen die Auszubildenden dabei, Lernsituationen am Arbeitsplatz zu strukturieren und durchzuführen. Die PraxisanleiterInnen gestalten die Ausbildung in enger Kooperation mit dem Schulteam. Gemeinsam bilden sie das Prüfungsteam für die praktische Abschlussprüfung. Während der praktischen Ausbildung finden Praxisbegleitungen durch einen Lehrenden sowie einen Praxisanleiter statt.

Carolin Nordkamp
Hauptamtliche Praxisanleiterin

Ausbildungsvergütung

Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden eine Brutto-Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich nach § 1 der Anlage 7 zu den AVR richtet. 

  • im ersten Ausbildungsjahr    1.140,69 EURO brutto
  • im zweiten Ausbildungsjahr 1.202,07 EURO brutto
  • im dritten Ausbildungsjahr    1.303,38 EURO brutto

ab 1. Januar 2019

zzgl. Urlaubsgeld im Juli und Weihnachtszuwendung im November eines Jahres

 

 

Bewerbung

Haben wir Ihr Interesse geweckt, bewerben Sie sich ganzjährig schriftlich bei uns. Wir werden Ihre Bewerbung umgehend bearbeiten. Es sollte aus Ihrer Bewerbung hervorgehen, in welchem Jahr Sie Ihre Ausbildung beginnen möchten. Fügen Sie bitte folgende Unterlagen Ihrer Bewerbung bei: 

  • Kontaktdaten
  • Lebenslauf
  • ggf. Lichtbild
  • Kopie des letzten Schulzeugnisses und, wenn vorhanden, vorherige Abschlusszeugnisse
  • Bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung: Kopie des Abschlusszeugnisses/ Gesellenbriefs
  • ggf. Kopien von Zertifikaten, Teilnahmebescheinigungen und Praktikumsbescheinigungen

Senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen, bevorzugt per Email oder aber per Post bitte an folgende Adresse:

Gesundheits- und Krankenpflegeschule Gronau
am St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
z. Hd. Herrn Hendrik Bramer 
Möllenweg 22 
48599 Gronau
E-Mail schreiben

Team

Hendrik Bramer Hendrik Bramer
Schulleiter, Lehrer für Pflegeberufe
Tel.: 02562 915-1701
Fax: 02562 915-1555
E-Mail schreiben
Matthias Kerkhoff Matthias Kerkhoff
Lehrer für Pflegeberufe

Christiane Mathmann
Dipl. Berufs-Päd. Fachrichtung Pflege (FH)

Vera Musholt Vera Musholt
Stv. Schulleiterin

Claudia Schulze Everding Claudia Schulze Everding
Berufspäd. im Gesundheitswesen Fachrichtung Pflege (M.A.)

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