Innere III

Klinik für Innere Medizin III: Hämatologie und Onkologie/Palliativmedizin

Hämatologie und Onkologie

Die Hämatologie befasst sich mit der Blutbildung und den entsprechenden Organen sowie den unterschiedlichen Blut- und Knochenmarkserkrankungen. Zu den Blutkrankheiten gehört etwa die Leukämie (Blutkrebs), Anämie (Blutarmut), bösartige Veränderungen der Lymphknoten und die Hämophilie (Bluterkrankheit).

Die Onkologie befasst sich als Teilgebiet der Inneren Medizin vorwiegend mit der medikamentösen Therapie von Krebserkrankungen. Dazu besteht eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Medizinern aus allen Fachbereichen. Die Therapie erfolgt stationär in den Kliniken des Hauses oder ambulant in Kooperation mit dem MVZ Vita Gronau.
 

Leistungen

  • Diagnostik und Behandlung von Blutungs- und Thromboseneigungen
  • Ultraschalluntersuchung
  • Bildgebende Diagnostik
  • Gesteuerte Organpunktion
  • Mikroskopische Beurteilung von Blut- und Knochenmarkpräparaten
  • Einsatz von immunzytologischen und molekularbiologischen Methoden zur Diagnose
  • Chemotherapie, Immunonkologische Therapien
  • Immuntherapie mit Antikörpern
  • Antihormonelle Therapiemaßnahmen
 

Palliativmedizin

Palliativmedizin ist die Begleitung und Pflege von schwer und unheilbar erkrankten Menschen sowie ihre bestmögliche Versorgung im letzten Lebensabschnitt. Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, muss das Lindern der Beschwerden und die Verringerung des Leidens in den Mittelpunkt treten. Die Palliativmedizin ist nicht auf Heilung hin ausgerichtet, sondern ausschließlich auf größtmögliche Lebensqualität in der letzten Lebensphase.

Im St. Antonius-Hospital Gronau werden seit 2012 Palliativpatienten und ihre Zu- und Angehörigen, ursprünglich zunächst in einer sog. Palliativeinheit, betreut. Seit Januar 2020 verfügt das Krankenhaus über eine moderne und komfortable Palliativstation. Organisatorisch ist die Palliativstation der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin zugeordnet. Geführt wird die Palliativmedizin von Dr. med. Annette Koeth.

Obwohl die Lebenserwartung der Menschen immer weiter steigt und es bei stetigem medizinischen Fortschritt, immer neue Therapieformen gibt, sind der modernen Medizin auch Grenzen gesetzt. Krankheiten können, ohne die Möglichkeit einer kurativen, heilenden Behandlung, weiterfortschreiten. Anhaltende Symptome und Beschwerden bestimmen dann den Alltag.

Hier setzt die Palliativmedizin mit ihrer ganzheitlichen Begleitung durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegenden, Therapeuten und weiteren Begleitern mit Unterstützung eines, auch in den ambulanten Sektor verzweigten, Netzwerkes ein. Der Begriff palliative care beschreibt diese gemeinsame, ganzheitliche Betreuung der Betroffenen treffend. Wichtig ist neben der intensiven Betreuung der Kranken die frühzeitige Einbindung der Angehörigen, der Familie und der Freunde, um neben dem körperlichen auch den sozialen und seelischen Schmerz, den eine schwere Erkrankung auslöst, zu lindern.

Auch die Definition der WHO beschreibt diese Vorgehensweise treffend:
„Palliativbetreuung dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hoch qualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spiritueller Natur (Quelle: WHO)."

Ein wesentlicher Schwerpunkt der medizinischen Behandlung in der Palliativmedizin ist die Symptomkontrolle. Hierunter versteht man die Linderung quälender Symptome wie Schmerz, Atemnot, Übelkeit und anhaltende Erschöpfung. Ziel ist nicht die Gesundung des Patienten, sondern den Wert der verbleibenden Lebenszeit für alle Beteiligten zu verbessern. Dabei kommen Medikamente in verschiedenen Applikationsformen (wie etwa auch Schmerzmittelpumpen) ebenso zum Einsatz wie nichtmedikamentöse Therapieverfahren, z. B. Punktionen, Anlage von Entlastungssonden, Entspannungsverfahren, Aromatherapie, Musiktherapie, Gespräche, psychoonkologische Interventionen und weitere.

Im Januar 2020 wurde die Palliativstation im 3. OG des Bettenhauses bezogen. Mit vier Einzel- und zwei Doppelzimmern stehen nun acht Betten in einem abgeschirmten Bereich zur Verfügung. Hinzu kommen Diensträume, Büros, Besprechungs- und Arztzimmer, später auch noch Aufenthaltsräume für Patienten und Besucher.

Den schwerkranken Menschen wird sehr hoher Komfort und ein ruhiges Umfeld geboten. Die Fenster wurden eigens nach unten hin vertieft, um vom Bett aus einen Blick in den Park zu ermöglichen. Die hochwertige Ausstattung und Möblierung schafft Behaglichkeit und lässt kaum erkennen, dass es sich bei den Räumen um Krankenzimmer handelt. Die an die Zimmer angeschlossenen Bäder sind sehr geräumig und ideal an den besonderen Bedarf in der palliativen Pflege angepasst. Das Raumlicht ist dimmbar und beleuchtete Wandbilder schaffen zusätzlich eine besondere Atmosphäre. Auch den Angehörigen und Besuchern wird viel Raum geboten. Die Zimmer bieten Platz für längere Besuche und es gibt Rückzugsmöglichkeiten, um zwischendurch etwas abschalten zu können.

Im Sommer 2020 wurde, u. a. durch die großzügige Unterstützung von privaten Spendern, der FreiRaum fertiggestellt. Dieses ist ein 30 m2 großer Balkon am Flurende der Palliativstation mit Blick auf den Park und die Dinkelwiesen. Ein breiter Zugang ermöglicht es Patienten, die an das Bett gebunden sind, einige Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Das Freiluftangebot ist eine weitere wichtige Komponente in der Palliativversorgung des St. Antonius-Hospitals, es wird von Patienten und Angehörigen dankbar angenommen.


Haben Sie Fragen zu unseren Angeboten? Ist eine Aufnahme auf der Palliativstation geplant?
Rufen Sie uns gerne an.

Palliativstation

Team

Dr. med. Gisbert LinnemannDr. med.
Gisbert Linnemann
Chefarzt
Dr. med. Annette KoethDr. med.
Annette Koeth
Leitende Abteilungsärztin Palliativ
Cristina CraciunescuDr. medic
Cristina Craciunescu

Kontakt

Sekretariat
Monika Hewing
Leitung Sekretariat

Tel: 02562 915-2000 • Fax: 02562 915-2005
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