Ausbildung Pflegeschule

Pflegeschule Gronau

Nächster Starttermin für die Pflegeausbildung in unserer Pflegeschule: 1. April 2021!
Bewerbungen nehmen wir jetzt schon gerne entgegen.

Für den Kursbeginn am 1. September 2020 werden Bewerbungen gerne noch für das Nachrückverfahren angenommen.

Ausbildung ist Zukunft!

Unsere Auszubildenden sind die Fachkräfte von morgen und somit unsere Zukunft. Als staatlich anerkannte Pflegeschule bieten wir ausschließlich die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau.
 
Ab 2020 startet die neue Pflegeausbildung. In dieser neuen Ausbildungsform werden alle Ver-sorgungsbereiche (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) vereint. Die Absolventen unserer Pflegeschule können damit uneingeschränkt in allen Bereichen der Pflege arbeiten. Die Pflegefachmänner und -frauen werden in der Lage sein, in allen Bereichen der Pflege – stationäre Akut- und Langzeitpflege, ambulante Akut- und Langzeitpflege sowie in der pädiatrischen und allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrischen Versorgung – tätig zu werden. Das führt zu mehr beruflicher Flexibilität in den verschiedenen Arbeitsbereichen. Der Abschluss zum/zur Pflegefachmann/-frau ist zudem in der gesamten EU anerkannt.

Wir freuen uns, wenn wir Ihr Interesse an dieser verantwortungsvollen Tätigkeit wecken können. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich auf der Seite über die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau zu informieren.

Die Aufgaben von Pflegenden sind so vielseitig wie die Bedürfnisse der Menschen in den verschiedenen Altersstufen und Lebenssituationen.

Wir möchten:
  • Ihnen eine Ausbildung ermöglichen, die die fachlichen und personalen Kompetenzen einschließlich der zugrunde liegenden methodischen, sozialen, interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen, Lernkompetenz sowie die Fähigkeit zum Wissenstransfer und zur Selbstreflexion verbindet
  • Ihre berufliche Flexibilität fördern, um die sich wandelnden Bedingungen in der Arbeitswelt und Gesellschaft zu bewältigen
  • Ihr Interesse am Lernen und an ganzheitlicher Fort- und Weiterbildung wecken
  • Sie in Ihrer individuellen Lebensgestaltung sowie in der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unterstützen

Der Pflegeberuf benötigt Menschen mit:

  • Einfühlungsvermögen
  • Engagement
  • Eigeninitiative
  • Verantwortungsbereitschaft
  • Offenheit
  • Kommunikationsfähigkeit

Seit 1969 ist die Pflegeschule Gronau eine feste Einrichtung am St. Antonius-Hospital Gronau. Sie verfügt über 100 Ausbildungsplätze in vier Kursen. 

Ziel der Ausbildung

Den Menschen als Ganzes zu sehen, mit seinen individuellen Bedürfnissen und in seiner persönlichen Lebenssituation und gleichzeitig die Genesung und den Heilungsprozess mit Fachwissen und vielfältigen Kompetenzen zu unterstützen und zu fördern, das ist das Ziel unserer Ausbildung. Nach §5 Pflegeberufegesetz (PflBG) gehören die folgenden Themen dazu:

1. Eigenverantwortliche Ausführung der Aufgaben:

  • Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und der Planung der Pflege
  • Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses
  • Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewendeten Maßnahmen
  • Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugspersonen
  • Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu Pflegenden insbesondere im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie die Pflege und Betreuung bei Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder Arztes und Durchführung von Maßnahmen in Krisen und Katastrophensituationen
  • Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegekontexten sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen von Gesundheitsberufen

2. Ärztlich angeordnete Maßnahmen eigenständig durchzuführen, insbesondere Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation.

3. Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle, multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen.

Zulassungsvoraussetzungen

Außer der gesundheitlichen Eignung, gelten folgende Voraussetzungen zur Ausbildung in der Pflege nach §11 Pflegeberufegesetz (PflBG): 

1. Der mittlere Schulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss oder

2. Der Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss, zusammen
    mit dem Nachweis

a.) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger 
     Dauer,

b.) einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder
     Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer,

c.) einer bis zum 31. Dezember 2019 begonnenen, erfolgreich abgeschlossenen 
     landesrechtlich geregelten Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe 
     von mindestens einjähriger Dauer oder

d.) einer auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes vom 4. Juni 1985 
     (BGBI. I S. 893) erteilten Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder
     Krankenpflegehelfer oder

3. Der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung.

Die kirchliche Ausrichtung des Ausbildungsbetriebes muss mitgetragen werden können.

Theoretische Ausbildung

Für den theoretischen und fachpraktischen Unterricht sind laut PflAPrV 2100 Stunden vorgesehen. Die Auszubildenden werden befähigt, auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens sowie auf der Grundlage des allgemein anerkannten Standes pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse die beruflichen Aufgaben zielorientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig lösen sowie das Ergebnis zu beurteilen. Während des Unterrichts ist die Entwicklung der zur Ausübung des Pflegeberufs erforderlichen personalen Kompetenz einschließlich der Sozialkompetenz und der Selbständigkeit zu fördern.

Die Umsetzung der theoretischen Ausbildung erfolgt gemäß der Rahmenlehrpläne für den theoretischen und praktischen Unterricht. Die Ausbildung orientiert sich am fächerintegrativen Ansatz.

Praktische Ausbildung

Für den praktischen Teil der dreijährigen Ausbildung sind insgesamt 2500 Stunden nach dem PflAPrV vorgeschrieben, die in festgelegten Einsätzen absolviert werden.
Die praktische Ausbildung gliedert sich in folgende Bereiche:

1. und 2. Ausbildungsjahr:

  • Pflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Akut- und Langzeitversorgung in kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten in den Fachbereichen unseres Hauses
  • Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten. Diese findet überwiegend in Zusammenarbeit mit dem hauseigenen ambulanten Pflegedienst statt

3. Ausbildungsjahr:

  • Im 3. Ausbildungsjahr werden die Auszubildenden sowohl ihren Einsatz beim Träger ableisten als auch einen Einsatz in der psychiatrischen Versorgung absolvieren. Zusätzlich können weitere Einsätze wie z. B. im Hospiz, OP oder Chirurgie und Innere Ambulanz etc. ermöglicht werden

Praxisanleiter

In allen Einsatzbereichen engagieren sich pädagogisch weitergebildete PraxisanleiterInnen für die Auszubildenden. Die PraxisanleiterInnen führen die Auszubildenden schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung beruflicher Aufgaben heran. Sie unterstützen die Auszubildenden dabei, Lernsituationen am Arbeitsplatz zu strukturieren und durchzuführen. Die PraxisanleiterInnen gestalten die Ausbildung in enger Kooperation mit dem Schulteam. Gemeinsam bilden sie das Prüfungsteam für die praktische Abschlussprüfung. Während der praktischen Ausbildung finden Praxisbegleitungen jeweils durch einen Lehrenden und einer Praxisanleiterin statt.

Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung zur Pflegefachmann/-frau beginnt mit einem ca. sechswöchigen Blockunterricht.
Im Anschluss erfolgen die ersten Praxiseinsätze auf den verschiedenen Stationen. Während der drei Jahre werden unterschiedliche Praxiseinsatzorte von den Auszubildenden durchlaufen.

25 Auszubildende bilden jedes Jahr einen Kurs. Der theoretische Unterricht wird methodisch vielseitig gestaltet, z. B. durch Gruppenarbeiten, Referate, praktische Übungen, Vorträge, Unterrichtsgespräche und Projektarbeiten. Während der praktischen Ausbildung finden kontinuierlich Praxisbegleitungen durch das Schulteam statt.

Zur Überprüfung des Lernerfolges und der Entwicklung des Auszubildenden finden regelmäßige Lernerfolgskontrollen in mündlicher, schriftlicher und praktischer Form statt.
Während der drei Ausbildungsjahre wechseln sich Theorie- und Praxisphasen (Blockunterricht) ab.

Während der Theoriephase besuchen die Auszubildenden:

  • Berufsbezogene Seminare / Ausstellungen
  • Informationsveranstaltungen in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens

Die staatliche Abschlussprüfung erfolgt in den letzten Wochen der Ausbildung und besteht aus der

  • Praktischen Abschlussprüfung (auf einer Station)
  • Schriftlichen Abschlussprüfung
  • Mündlichen Abschlussprüfung

Probezeit

Die Probezeit beträgt 6 Monate nach Beginn der Ausbildung.

Urlaub

Die Urlaubstage betragen 30 Tage im Jahr.

Unterrichtszeiten

Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Freitags 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr / 14.15 Uhr (14-tägiger Wechsel)

Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau ermöglicht den Absolventen viele Möglichkeiten zur Weiterbildung wie z. B. Praxisanleiter/in, Fachkraft für Intensivmedizin oder Operationsdienst usw. sowie die Möglichkeit eines Studiums in Pflege, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, Pflegemanagement etc.

Bewerbung

Haben wir Ihr Interesse geweckt, sollten Sie sich gerne möglichst ein Jahr vor dem gewünschten Ausbildungsbeginn schriftlich, bevorzugt per Email oder aber per Post, bei uns bewerben. In jedem Fall erhalten Sie von uns kurzfristig eine Rückmeldung. Ferner sollte aus Ihrer Bewerbung hervorgehen, in welchem Jahr Sie Ihre Ausbildung beginnen möchten. Prinzipiell sind Bewerbungen jedoch ganzjährig möglich.

Pflegeschule Gronau
am St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
z. Hd. Frau Sevgi Filiz
Möllenweg 22
48599 Gronau
 

Fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte folgende Unterlagen bei:

  • Kontaktdaten
  • Lebenslauf
  • ggf. Lichtbild
  • Kopie des letzten Schulzeugnisses und, wenn vorhanden, vorherige Abschlusszeugnisse
  • Bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung: Kopie des Abschlusszeugnisses/Gesellenbriefs
  • ggf. Kopien von pflegerelevanten Zertifikaten, Teilnahmebescheinigungen und Praktikumsbescheinigungen
Sevgi Filiz
Sevgi Filiz
Leiterin Pflegeschule
Tel.: 02562 915-1703
Fax: 02562 915-1555
E-Mail schreiben
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