Wenn ältere Menschen im Krankenhaus behandelt werden, benötigen sie eine auf die besonderen Herausforderungen im Alter zugeschnittene Medizin. Im AltersTraumaZentrum Gronau arbeiten erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte aus Orthopädie, Unfallchirurgie und Geriatrie Hand in Hand – für die bestmögliche Versorgung nach Stürzen, Frakturen oder anderen Verletzungen im Alter.
Seit 2017 kooperiert die Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am St. Antonius-Hospital Gronau eng mit der Geriatrie des Evangelisches Lukas-Krankenhaus Gronau gGmbH. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zweier eigenständiger Kliniken ist einzigartig in der Region und bietet älteren Patientinnen und Patienten entscheidende Vorteile – medizinisch, therapeutisch und menschlich.
Das von der Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifizierte AltersTraumaZentrum Gronau ist die einzige interdisziplinäre zertifizierte Anlaufstelle für ältere Patienten in der Region.
Geleitet wird das Zentrum von
Christian Stroot, Chefarzt (kommissarisch) der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am St. Antonius-Hospital Gronau,
Tilman Wolff, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie am Evangelischen Lukas-Krankenhaus Gronau gGmbH.
Beide Häuser haben gemeinsame Behandlungsstandards, strukturierte interdisziplinäre Visiten und eine enge, kontinuierliche Kommunikation entwickelt. Das Ergebnis: eine deutlich verbesserte Versorgungsqualität und ein Maximum an Patientensicherheit für ältere Menschen.
In der Geriatrie werden ältere Risikopatienten mit sogenannten geriatrischen Assessments erfasst. Diese strukturierte Erhebung findet auch bei allen unfallchirurgischen Patientinnen und Patienten ab 70 Jahren im St. Antonius-Hospital Gronau statt.
Wird dabei ein geriatrischer Risikopatient identifiziert, informiert die Unfallchirurgie sofort das Team der Geriatrie im Lukas-Krankenhaus. Innerhalb kürzester Zeit erfolgt ein ärztlicher Austausch, um Komplikationen vorzubeugen und die bestmögliche Therapie einzuleiten.
Bei Bedarf kommt ein Geriater des Lukas-Krankenhauses direkt ans St. Antonius-Hospital, um den Patienten gemeinsam mit dem unfallchirurgischen Team zu untersuchen und einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.
Umgekehrt unterstützen Christian Stroot und sein Team regelmäßig die Geriatrie im Lukas-Krankenhaus bei muskuloskelettalen Erkrankungen und Verletzungen.
Die Qualität der Versorgung beruht auf kontinuierlicher Abstimmung:
Wöchentliche Teamsitzungen mit Unfallchirurgen, Altersmedizinern, Pflegekräften, Physiotherapeutinnen und dem Sozialdienst
Gemeinsame Visiten der beteiligten Ärztinnen und Ärzte in beiden Kliniken
Einheitliche Dokumentation und Behandlungsstandards
Diese enge Zusammenarbeit stellt sicher, dass alle Aspekte der Behandlung – von der Operation über die Mobilisierung bis hin zur Rehabilitation – optimal aufeinander abgestimmt sind.
Das Ziel des AltersTraumaZentrums Gronau ist klar: Ältere Menschen sollen nach einer Verletzung schnell wieder sicher auf die Beine kommen – mit medizinischer Exzellenz, Empathie und einer individuell abgestimmten Therapie.
Dank der interdisziplinären Kooperation profitieren Patientinnen und Patienten von einer rundum abgestimmten Versorgung – von der Akutbehandlung bis zur Nachsorge.