St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Universität Münster
Möllenweg 22
48599 Gronau (Westf.)

Gronau, 11. September 2026. Wenn bei einem Herzinfarkt ein Eingriff im Herzkatheterlabor notwendig wird, sind Erfahrung und Routine des behandelnden Teams entscheidend. Das St. Antonius-Hospital Gronau verfügt auf diesem Gebiet über eine besondere Expertise: Die Klinik für Kardiologie ist seit Anfang 2025 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Stätte zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“ anerkannt. Jetzt haben die ersten drei Kardiologen das entsprechende Curriculum in Gronau erfolgreich abgeschlossen.
Die Gronauer Klinik, die jährlich über 1200 Katheteruntersuchungen, davon 500 bis 600 komplexe Eingriffe an den Herzkranzgefäßen durchführt, kann somit Kardiologen auf diesem Gebiet strukturiert weiterqualifizieren. Diese Möglichkeit gibt es im Münsterland nur an wenigen Standorten.
„Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem, dass sie hier vor Ort auf ein interventionelles Team mit viel Erfahrung und nachgewiesener Qualifikation treffen“, sagt Chefarzt PD Dr. Alexander Samol. „Gerade bei akuten und komplexen Erkrankungen der Herzkranzgefäße ist es wichtig, diese Expertise rund um die Uhr am Standort vorzuhalten.“
Der Leitende Oberarzt Sherif Omar ergänzt: „Eine weitere Besonderheit an unserem Standort liegt in der Teamstärke und im Bereitschaftsdienst an sieben Tagen die Woche, 365 Tage im Jahr: In Gronau kommen im Notfall insgesamt drei pflegerische und ärztliche Mitarbeiter zusammen, um alle denkbaren Optionen in der Notfallversorgung für unsere Patienten zu ermöglichen.“
Das Curriculum durchlaufen haben die Kardiologen Muhammad Alsarrag, Wael El Eit und Mohamed Elbaroudy, der nicht mehr in Gronau tätig ist. Sie haben damit ihre besondere Qualifikation für interventionelle Eingriffe am Herzen nachgewiesen. Dazu gehören beispielsweise das Aufdehnen verengter Herzkranzgefäße und die Versorgung mit Stents.
Die Anforderungen an eine anerkannte Ausbildungsstätte sind hoch. Mindestens zwei sehr erfahrene interventionelle Kardiologen müssen die Weiterbildung begleiten. In Gronau leitet Chefarzt PD Dr. Alexander Samol das Curriculum, stellvertretender Leiter ist der Leitende Oberarzt Sherif Omar. Darüber hinaus muss die Klinik eine entsprechend hohe Zahl an Behandlungen nachweisen. Mindestens 500 Koronarinterventionen – also tatsächliche Behandlungen an den Herzkranzgefäßen – sind jährlich erforderlich.
Hinzu kommen weitere Qualitätsanforderungen wie regelmäßige Fortbildungen zu interventionell-kardiologischen Themen sowie die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien. Das St. Antonius-Hospital erfüllt diese Kriterien.
Die Möglichkeit, diese Zusatzqualifikation zu erwerben, bieten im Münsterland nur wenige kardiologische Zentren. Damit übernimmt die Gronauer Kardiologie auch in der spezialisierten ärztlichen Weiterbildung eine wichtige Rolle in der Region.