St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Universität Münster
Möllenweg 22
48599 Gronau (Westf.)

Gronau, 29. September 2026. Besondere Expertise im Herzkatheterlabor des St. Antonius-Hospitals Gronau: Mit Dr. Mohammed Ayoub war jetzt ein international renommierter Spezialist für die Behandlung chronischer Herzkranzgefäßverschlüsse zu Gast in der Gronauer Kardiologie. Gemeinsam mit dem Team um Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Alexander Samol führte er drei hochkomplexe Eingriffe bei Patienten aus Gronau durch.
Dr. Ayoub leitet das CTO-Programm am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen und verfügt über große internationale Erfahrung bei der Behandlung sogenannter chronischer Koronarverschlüsse (CTO – Chronic Total Occlusion). Dabei handelt es sich um Herzkranzgefäße, die über einen längeren Zeitraum vollständig verschlossen sind. Ihre Wiedereröffnung mittels Herzkatheter zählt zu den technisch besonders anspruchsvollen Eingriffen der interventionellen Kardiologie.
„Gerade bei sehr anspruchsvollen Eingriffen ist der direkte Austausch mit international erfahrenen Spezialisten von großem Wert“, sagt Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Alexander Samol. „Dass wir diese Expertise in unser Herzkatheterlabor holen und gemeinsam Patienten hier vor Ort behandeln können, kommt unmittelbar unseren Patientinnen und Patienten zugute.“
Für den Workshop waren bewusst besonders schwierige Fälle ausgewählt worden. „Wir haben Patienten mit extrem komplexen Befunden behandelt, bei denen die therapeutischen Möglichkeiten bereits stark eingeschränkt waren“, erklärt der Leitende Oberarzt Sherif Omar. „Für solche Fälle ist die Erfahrung eines ausgewiesenen CTO-Spezialisten wie Dr. Ayoub besonders wertvoll.“
Gemeinsam mit dem Gronauer Team behandelte Dr. Ayoub drei Patienten. Die hochkomplexen Eingriffe konnten erfolgreich durchgeführt werden. Für die beteiligten Kardiologen bot sich dabei die Gelegenheit, unmittelbar bei konkreten Patientenfällen von seiner Erfahrung zu profitieren und sich über spezielle Techniken bei besonders schwierigen Koronarinterventionen auszutauschen.
Fachlich organisiert und begleitet wurde der Workshop vom Leitenden Oberarzt Sherif Omar und Oberarzt Muhammad Alsarrag. Dabei war nicht nur der ärztliche Dienst eingebunden. Auch für die Pflegekräfte im Herzkatheterlabor bot der Workshop die Möglichkeit, Kenntnisse und Erfahrungen bei hochkomplexen Eingriffen weiter zu vertiefen.
Weltherztag am 29. September
Der Expertenbesuch fand wenige Tage vor dem Weltherztag am heutigen 29. September statt. Der internationale Aktionstag rückt die Bedeutung der Herzgesundheit und die Prävention und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Mittelpunkt. Für das St. Antonius-Hospital ist er zugleich Anlass, auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der kardiologischen Versorgung in Gronau aufmerksam zu machen.
Die Klinik führt jährlich mehr als 1.200 Herzkatheteruntersuchungen durch, darunter 500 bis 600 Eingriffe an den Herzkranzgefäßen. Seit 2025 ist sie von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Stätte zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“ anerkannt. Die Zertifizierung bestätigt zugleich, dass in Gronau die strukturellen und fachlichen Voraussetzungen für die Weiterbildung von Kardiologen auf diesem spezialisierten Gebiet gegeben sind.