St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Universität Münster
Möllenweg 22
48599 Gronau (Westf.)

Gronau, 10. März 2026. Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum (KBBZ) am St. Antonius-Hospital Gronau bietet eine kostenlose Telefonsprechstunde für Betroffene und Angehörige an. Am Mittwoch, 18. März 2026, von 15 bis 17 Uhr stehen Fachärzte, Pflegekräfte und Therapeuten des Zentrums telefonisch für Fragen rund um Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Beckenbodenbeschwerden zur Verfügung.
Unter der Telefonnummer 02562 915 7878 können sich Interessierte direkt und vertraulich an die Experten wenden. Ziel der Aktion ist es, Betroffenen eine unkomplizierte Möglichkeit zu bieten, über ihre Beschwerden zu sprechen und erste medizinische Einschätzungen zu erhalten.
„Mit der Telefonsprechstunde möchten wir Betroffenen helfen, ihre Scham zu überwinden und über Probleme zu sprechen, die oft schon lange bestehen, aber häufig verschwiegen werden“, erklärt Frauke Sonntag, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leiterin des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums. „Vielen Menschen fällt es am Telefon leichter, über Schmerzen, Unwohlsein, Fremdkörpergefühle in der Scheide, Probleme beim Sex oder Kontinenzprobleme zu sprechen als im direkten Arztgespräch. Ist das Problem erst einmal benannt, kann das bereits eine große Erleichterung sein.“
Denn: Nichtstun ist meist keine Lösung: „Wenn es um Probleme beim intimen Themenfeld der Harn- oder Stuhl-Inkontinenz geht, ist bei den Betroffenen der Leidensdruck häufig so hoch, dass die daraus entstehenden seelischen Probleme die eigentlichen Funktionsstörungen überlagern oder sogar noch verstärken können. Nicht wenige können ihren Alltag nicht mehr bewältigen vor Sorge vor einem Malheur“, sagt Bernd Beier, Viszeralchirurg und Oberarzt in der Allgemeinchirurgie.
Auch erste Therapieansätze könnten in einem solchen Gespräch häufig bereits aufgezeigt werden. Manchmal ließen sich schon am Telefon mögliche Ursachen eingrenzen oder Wege zu den passenden Fachärzten aufzeigen, sind die Fachärzte überzeugt. Dennoch gilt: Ein Telefonat kann eine ärztliche Untersuchung nicht ersetzen. Neben dem Gespräch ist eine ausführliche Untersuchung vor Einleitung einer Therapie unverzichtbar.
Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum in Gronau arbeitet interdisziplinär. Beteiligt sind vor allem die Kliniken für Gynäkologie, Urologie und Allgemeinchirurgie. Darüber hinaus wirken auch Innere Medizin, Anästhesie, Pflege und Physiotherapie eng zusammen. Regelmäßige Fallbesprechungen und der Austausch mit einweisenden Ärzten sind am St. Antonius-Hospital Gronau üblich.
Mit der Telefonsprechstunde möchten die Gronauer Experten Betroffenen und ihren Angehörigen eine niedrigschwellige erste Orientierung bieten und Mut machen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade beim Thema Kontinenz können konservative Maßnahmen wie physiotherapeutische Übungen oder kleine Hilfsmittel eine deutliche Verbesserung erreichen.
Mittwoch, 18. März 2026, 15 bis 17 Uhr
Telefon: 02562 915 – 7878
Diese Experten stehen am Telefon zur Verfügung:
Frauke Sonntag, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, Leiterin des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums
Senait Berhane, Oberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. Mikolaj Mendreck, Oberarzt Urologie
Ansgar Thiemeyer, Oberarzt Urologie
Stefan Ruf, Oberarzt Allgemeinchirurgie
Bernd Beier, Oberarzt Allgemeinchirurgie
Karina Notthoff, Pflegefachkraft Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
Gerrit Pfeifer, Physiotherapeut