St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
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Klinik für Gynäkologie als Endometriose-Klinik zertifiziert

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Das Team der Endometriose-Klinik mit Leiterin Dr. med. Verena Schotters (2.v.l.), Chefärztin Frauke Sonntag (r.) sowie den Oberärztinnen Geertruida van Wonderen (l.) und Senait Berhane (2.v.r.).
Das Team der Endometriose-Klinik mit Leiterin Dr. med. Verena Schotters (2.v.l.), Chefärztin Frauke Sonntag (r.) sowie den Oberärztinnen Geertruida van Wonderen (l.) und Senait Berhane (2.v.r.).

Gronau, 3. Juni 2026. Gute Nachrichten für Frauen mit Endometriose im Kreis Borken: Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Antonius-Hospital Gronau ist offiziell als Endometriose-Klinik zertifiziert worden. Damit wird die hohe fachliche Expertise des Teams um Chefärztin Frauke Sonntag und die Leiterin der Endometriose-Klinik Dr. med. Verena Schotters bestätigt. Die Zertifizierung steht für eine qualitätsgesicherte, interdisziplinäre und patientinnenorientierte Versorgung einer Erkrankung, die Millionen Frauen betrifft und oft erst spät erkannt wird.

„Die Zertifizierung ist für uns ein Meilenstein und gleichzeitig ein Signal an betroffene Frauen: Sie finden bei uns kompetente Ansprechpartnerinnen, moderne Diagnostik sowie individuelle Behandlungsmöglichkeiten auf höchstem medizinischem Niveau“, sagt Dr. Verena Schotters.

Endometriose zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge leidet etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter daran. Dabei siedelt sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter an – beispielsweise an den Eierstöcken, im Bauch- oder Beckenraum oder an der Blase. Diese sogenannten Endometrioseherde reagieren auf hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus und können Entzündungen, Verwachsungen und starke Schmerzen verursachen.

Typische Symptome sind starke Regelschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang, Verdauungsprobleme sowie ein unerfüllter Kinderwunsch. Viele Betroffene leiden über Jahre hinweg unter ihren Beschwerden, bevor die richtige Diagnose gestellt wird.

Mit der Zertifizierung durch die Stiftung Endometriose Forschung und die Europäische Endometriose Liga wird die bereits bestehende Spezialisierung der Klinik nun offiziell anerkannt. In Gronau erhalten Patientinnen eine umfassende Betreuung – von der ersten Beratung über die Diagnostik bis hin zur individuellen Therapie und Nachsorge. Dazu gehören moderne bildgebende Verfahren wie Ultraschall und MRT sowie bei Bedarf minimal-invasive operative Eingriffe mit dem da Vinci-Operationssystem.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit. Neben der Gynäkologie werden bei Bedarf auch Spezialistinnen und Spezialisten aus Schmerztherapie, Ernährungsberatung, Psychosomatik, Viszeralchirurgie und Urologie eingebunden. So kann für jede Patientin ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt werden.

„Endometriose ist eine komplexe Erkrankung, die viele Lebensbereiche beeinflussen kann. Deshalb betrachten wir nicht nur die Krankheit selbst, sondern die gesamte Lebenssituation unserer Patientinnen“, sagt Dr. Verena Schotters.

Die Zertifizierung, die zunächst ein Jahr gilt, bestätigt, dass die Klinik definierte Qualitätsstandards erfüllt und über besondere Expertise in der Behandlung von Endometriose verfügt. Dabei spielt auch die operative Kompetenz eine wichtige Rolle. Chefärztin Frauke Sonntag ist MIC-III-zertifiziert und gehört damit zu den besonders erfahrenen Operateurinnen im Bereich der minimal-invasiven gynäkologischen Chirurgie. Moderne Schlüssellochverfahren ermöglichen schonende und präzise Eingriffe mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Im St. Antonius-Hospital gibt es außerdem die erste regionale Endometriose-Selbsthilfegruppe. Sie bietet Betroffenen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und gegenseitige Unterstützung zu finden. Die Endometriose-Sprechstunde der Klinik ist dienstags und mittwochs.

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