St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Universität Münster
Möllenweg 22
48599 Gronau (Westf.)

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125 Jahre im Dienst der Menschen: St. Antonius-Hospital Gronau feiert Jubiläum

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Historisches Foto des alten Krankenhauses, welches bis 1969 am heutigen Standort der Besucher-Appartements stand.
Bis 1969 war das alte Krankenhaus am Standort der heutigen Besucher-Appartements verortet.

Gronau, 12. Januar 2026. Das St. Antonius-Hospital Gronau startet in ein besonderes Jahr: 2026 feiert das Gronauer Krankenhaus sein 125-jähriges Bestehen. Was 1901 als kleines, von Ordensschwestern geführtes Krankenhaus mit 20 Betten begann, ist heute eine moderne Gesundheitseinrichtung mit zahlreichen Fachabteilungen, hochspezialisierter Medizin und klarem Fokus auf das Wohl der Menschen.

Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „Menschlichkeit. Kompetenz. Nähe.“ und bietet Gelegenheit, auf die bewegte Entwicklung des Hauses zurückzublicken – von den Anfängen über den Wiederaufbau nach dem Krieg bis hin zur Hightech-Medizin der Gegenwart.

Seinen Ursprung verdankt das St. Antonius-Hospital einem besonderen Anlass: dem Goldenen Priesterjubiläum von Pfarrer Josef Schwering im Dezember 1901. Als Dank und Anerkennung erhielt er von der katholischen Pfarrgemeinde eine „Jubiläumsgabe“ – den Bau eines Krankenhauses, an dem er sich selbst beteiligte. Damit wurde der Grundstein für eine bis heute fortbestehende Gesundheitsversorgung in christlicher Verantwortung gelegt.

Geführt wurde das Haus von den Franziskanerinnen aus Münster-St. Mauritz, die bereits zuvor in der ambulanten Pflege in Gronau tätig waren. Über Jahrzehnte prägten sie mit ihrer Fürsorge und Hingabe das Haus. Erst 2023 verließ die letzte Schwester, Sr. Richara, das Krankenhaus. Dem Erbe der Schwestern fühlt sich das St. Antonius-Hospital bis heute verpflichtet.

Aus den anfänglich 20 Betten wurden bald 50, 1926 erfolgte die erste Erweiterung auf 160 Betten. 1969 wurde der Neubau eingeweiht, weitere Einrichtungen folgten: Intensivstation (1985), Radiologie und neue OP-Säle (1993), Gesundheitszentrum (2004), Wahlleistungsstationen (2010/11), MVZ Vita und das European Robotic Institute (2012), mehrere Senioreneinrichtungen sowie 2019 das Parkhaus und das Tageshospiz im Josef-Haus (2023).

Das medizinische Spektrum hat sich dabei stetig erweitert. Ab 1953 entstanden eigene Fachabteilungen, später kamen Urologie und Gynäkologie hinzu, während andere Bereiche wie Augenheilkunde oder Kinderheilkunde geschlossen wurden. Seit 2014 ist das St. Antonius Hospital Gronau Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster.

Die wohl größte Veränderung der vergangenen 125 Jahre betrifft die medizinische Leistungserbringung. Während ärztliche Entscheidungen früher auf Erfahrung und Beobachtung beruhten, ermöglichen heute digitale Bildgebung, Labordiagnostik und computergestützte Analysen eine präzise Diagnostik. Die Medizin betrachtet den Menschen heute ganzheitlich – körperlich, psychisch und sozial. Viele Eingriffe, die früher längere Krankenhausaufenthalte erforderten, sind heute ambulant oder kurzstationär möglich.

Früher dominierten offene Operationen, heute steht die minimalinvasive Chirurgie im Mittelpunkt – besonders sichtbar in der Roboter-assistierten Chirurgie: Bereits 2006 wurde in Gronau der erste da Vinci-Operationsroboter eingeführt. Heute verfügt das Hospital über fünf Systeme – mehr als jedes andere Krankenhaus in Deutschland. Über 25.000 Eingriffe belegen die bundesweite Spitzenstellung des Hauses.

1993 wurde die St. Antonius-Hospital Gronau GmbH gegründet. Heute umfasst die Unternehmensgruppe Senioreneinrichtungen, stationäre und teilstationäre Pflege, ein Hospiz, ambulante Pflege und ein Physio-Center. Mit rund 1.650 Mitarbeitenden ist sie der größte Arbeitgeber Gronaus – und ein zentraler Pfeiler der regionalen Gesundheitsversorgung.

Im Jubiläumsjahr möchte das St. Antonius-Hospital Gronau an seine bewegte Geschichte erinnern und zugleich den Blick in die Zukunft richten. Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem als Höhepunkt ein Tag der offenen Tür am 6. September 2026.

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