Aktuelle Hygieneregeln

Zur Sicherheit aller Beteiligten halten wir an unserem bewährten Corona-Schutzkonzept fest. Dieses besteht aus:

  • mehrstufigen Corona-Tests vor der stationären Aufnahme
  • ambulanter Terminvergabe unter Berücksichtigung einer Kontaktminimierung
  • ein strukturiertes Triage-System: Patienten werden bei jedem Besuch zu möglichen Symptomen oder Kontakt zu infizierten Personen befragt und ggf. getestet / abgewiesen

Die für das gesamte Haus geltenden aktuellen Regelungen finden Sie hier:
https://www.st-antonius-gronau.de/aktuelles-medien/termine/2020/05/information-zum-coronavirus.php

 

Historie

Das 2004 gegründete und seit 2010 zertifizierte Prostatazentrum in Gronau, (PZNW) hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Prostatazentren auf internationaler Ebene

entwickelt. Mehr als 16.000 roboterassistierte Operationen hat das Team der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie am St. Antonius-Hospital Gronau, seit dem erstmaligen Einsatz im Jahr 2006 durchgeführt.

Entwickelt wurde das da Vinci®-Operationssystem in den 1980er-Jahren. 2008 wurden in den USA bereits 77 % aller Prostataoperationen mit dem da Vinci®-Operationssystem durchgeführt. In Deutschland war das St. Antonius-Hospital Gronau einer der ersten Anwender der innovativen Technologie. Diese Pionierleistung hat dazu geführt, diese Methode zum OP-Standard in Gronau zu etablieren. Seither wurden keine offenen Prostataoperationen mehr hier durchgeführt. Auch für gesetzlich versicherte Patienten ist die roboterassistierte Prostatektomie eine Regelleistung ohne Zuzahlung im Prostatazentrum in Gronau.
Gemessen an der Zahl der Eingriffe ist das Zentrum das international führende Klinikum für Totaloperationen der Prostata mithilfe des da Vinci®-Operationssystems. Mit zunehmender Erfahrung konnten Komplikationen wie Thrombosen, Arterienverletzungen oder Darmresektionen fast vollständig aufgelöst werden.

Die Patienten honorieren das: Seit 2006 verdoppelten sich alljährlich die Patientenzahlen. Parallel zum Eingriff mit dem da Vinci®-Operationssystem haben sich auch alle anderen anerkannten und bei uns angebotenen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten des Prostatakarzinoms sowie der gutartigen Vergrößerungen der Prostata (BPH) kontinuierlich weiterentwickelt.

Einige unserer Operateure sind aktive Mitglieder der "Deutschen Gesellschaft für Roboter-assistierte Urologie e.V." (DGRU), deren Kernaufgaben darin bestehen, den wissenschaftlichen Austausch zu fördern und gemeinsam neue Behandlungskonzepte zu entwickeln.

Das Team

Dr. med. Andreas Schütte
Leitender Arzt Robotische Urologie

Dr. med. Christian Wagner
Leitender Arzt Robotische Urologie
Medizinische Leitung Trainingszentrum

Bernhard Fangmeyer
Leitender Arzt Endourologie

Dr. med. Jörg Zinke
Leitender Arzt Endourologie

Dr. med. Lukas Esch
Experte für roboter-assistierte Urologie

Dr. med. Theodoros Karagiotis
Experte für roboterassistierte Urologie

Service

Das Prostatazentrum in Gronau bietet Sonderleistungen, die alles andere als selbstverständlich sind, aber unserem Verständnis von Patientenorientierung entsprechen.

Dazu gehören unter anderem:

Patienten-Concierges: Von der ersten Kontaktaufnahme über die Koordination und Vorbereitung von Beratungsterminen bis hin zur Unterstützung bei der An- und Abreiseplanung: Unsere Patienten-Concierges kümmern sich engagiert um alle nichtmedizinischen Serviceleistungen rund um Ihren Aufenthalt in unserer Klinik.

Patientenmanagement:

Ob bei Ihrer Aufnahme in unserer Klinik, während Ihrer Behandlung oder bei der Entlassung – alle Schritte sind mit Formalitäten verbunden. Um unsere Patienten während ihres Aufenthalts soweit wie möglich davon zu entlasten und einen reibungslosen Aufenthalt zu gewährleisten, übernehmen unsere Patientenmanagerinnen und -manager die erforderliche Steuerung. Ziel ist ein angenehmer und möglichst kurzer Krankenhausaufenthalt.

Behandlungsplan:

Selbst wenn es sich um die gleiche Erkrankung handelt, spielen doch Individualfaktoren eine große Rolle in der Therapiekonzeption. Im individuellen Behandlungsplan, der unseren Patienten bei der Aufnahme ausgehändigt wird, findet dies deutliche Berücksichtigung. Medizinische Leistungen, Physiotherapie und Pflege sind optimal aufeinander abgestimmt und in einem übersichtlichen Terminplan für Sie zusammengestellt.

Selbstverständlich bieten wir auch ein umfassendes Angebot an Wahlleistungen, die allen Patienten nach Wunsch zur Verfügung stehen. Weitere Informationen dazu bietet unser Flyer Wahlleistungen.

Das Prostatazentrum in Gronau ist durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die DEKRA zertifiziert.

Jobs & Training

Medizinische Spitzenqualität in ländlichem Umfeld: Hier zu lernen und zu arbeiten bedeutet, viel Raum für berufliche und persönliche Entwicklung vorzufinden. In unserem Akademischen Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelmsuniversität haben Sie die Möglichkeit, auf höchstem Niveau zu arbeiten – Forschung inklusive. Das attraktive Umfeld von Gronau, mit der niederländischen Großstadt Enschede in unmittelbarer Nachbarschaft und der sehr gut erreichbaren Universitätsstadt Münster, bietet die Region ein breites kulturelles Spektrum.
Gronau ist umgeben von der sprichwörtlichen Münsterländer Parklandschaft und verfügt über ausreichend attraktiven und bezahlbaren Wohnraum.

 

 

Lernen und erfolgreich sein!

So überzeugend die Ergebnisse von Eingriffen mit dem da Vinci®-System sind – sie erfordern spezifische Schulung und Erfahrung. Deshalb sollen Chirurgen zunächst die erforderlichen Kompetenzen im sicheren Rahmen von Simulationen aufbauen und nachweisen, bevor sie tatsächlich operieren.

Zu diesem Zweck haben wir die Gründung des European Robotic Institute (ERI) in Gronau als Plattform für den Wissenstransfer und -austausch im Rahmen von Fortbildungen und Veranstaltungen für minimal-invasive und robotische Chirurgie initiiert. Ausgestattet mit modernster Simulations- und Konferenztechnik können Pflegekräfte, Assistenten, Operateure, aber auch Firmenkunden seit 2012 ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im ERI trainieren, testen und vertiefen.

Das Angebot des ERI umfasst unter anderem Vorlesungen, Simulationen, praktisches Training sowie Online-Training zur Vor- und Nachbereitung. Die Trainingskurse sind zertifiziert, sodass sie den Teilnehmern einerseits ein durchgängig hohes Qualitätsniveau bieten und andererseits im Rahmen der Pflichtfortbildungen anerkannt werden. Somit leistet das ERI nicht nur einen Beitrag zur Verbreitung der Robotik, sondern auch zur Steigerung der Versorgungsqualität.

Offene Stellen

Freie Stellen finden Sie hier.

Erkrankungen

In diesem Bereich informieren wir Sie detailliert über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten verschiedener Erkrankungen der Prostata. Im Folgenden finden Sie umfassendes Material zur gutartigen Prostatavergrößerung (BPH), der Prostataentzündung (Prostatitis) und natürlich alles über den Prostata-Krebs (PCa).
Unter „Operation" finden Sie außerdem eine Zusammenstellung von Informationen zur Prostatektomie mit dem daVinci®-System.

Folgenden Indikationen behandeln wir derzeit operativ:

  • Prostata (daVinci®-Prostatektomie)
  • Nebenniere (Adrenalektomie)
  • Niere (z.B. Nieren- oder Nierenteilentfernung)
  • Nierenbecken/Harnleiter (z.B. Nierenbeckenplastik)
  • Blase (Zystektomie, Divertikulektomie)
  • Samenleiter (z.B. Vaso-Vasostomie)
  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)
  • Myomentfernung (Myomektomie)

Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern und weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. (Quelle: DKG). Allerdings besteht eine sehr gute Chance auf Heilung, wenn die Erkrankung – etwa im Rahmen einer Früherkennungsuntersuchung - erkannt wird. Dann können unsere Patienten meist auch, entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen, zwischen verschiedenen Therapieverfahren wählen.

Früh erkannt kann dieser Krebs geheilt werden.

Hinter Prostatakrebs stehen bösartige Zellen im Gewebe, die sich in der etwa kastaniengroßen Vorsteherdrüse bilden. Besonders häufig tritt Prostatakrebs in Europa und Nordamerika auf, während Männer in China und Japan vergleichsweise selten betroffen sind (Quelle Prostata.de). In Deutschland erkranken jährlich gut 60.000 Männer an Prostatakrebs (Quelle: Robert Koch Institut, 2008).

Mittlerweile konnten eine ganze Reihe von Risikofaktoren nachgewiesen – und mancher Irrglaube widerlegt werden: So ist Prostatakrebs keine Erkrankung des Alters.

Die meisten unserer Prostatakrebspatienten sind zwischen 55 und 65 Jahre alt. Laut Deutscher Krebsgesellschaft steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr bis auf das 40-fache an. Außerdem spielen unter anderem folgende Risikofaktoren eine wichtige Rolle:

Genetische Veranlagung: Fälle von Prostatakrebs innerhalb der nahen Verwandtschaft erhöhen das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Wenn also bereits ein Familienmitglied Prostatakrebs hatte, sollten Männer die Möglichkeit der Früherkennung auch vor dem 45. Lebensjahr nutzen.

Ernährung: Fettreiche, ballaststoffarme Kost mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch erhöht das Risiko von Prostatakrebs.

Vitamin-D-Mangel: Ein Mangel an Vitamin D, das vor allem durch ultraviolette Sonneneinstrahlung entsteht, begünstigt die Entstehung von Prostatakrebs.

Metallisches Kadmium: Wer, wie etwa Landwirte, beruflich mit metallischem Kadmium Kontakt hat, ist wahrscheinlich einem erhöhten Prostatakrebsrisiko ausgesetzt.

Möglicherweise spielen auch das Sexualverhalten, Viren und andere Faktoren eine Rolle. Hier fehlen jedoch noch verlässliche Ergebnisse.

Diagnose

Prostatakrebs verursacht erst sehr spät Beschwerden – gerade im Anfangsstadium zeigt er keine Symptome.
Das macht die Früherkennung so wichtig. Einen ersten medizinischen Anhaltspunkt, aber keinesfalls Sicherheit kann ein erhöhter Wert des prostataspezifischen Antigens, kurz PSA, geben. Ein erhöhter PSA-Wert deutet auf Veränderungen in der Prostata hin. Das kann einfach nur eine Entzündung sein; es kann allerdings auch Prostatakrebs bedeuten. Ist der PSA-Wert erhöht, sollte die Messung eventuell wiederholt und weitere Untersuchungen - wie Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Biopsie - eingeleitet werden.

In Gronau arbeiten wir vor allem mit der MRT, dem derzeit besten bildgebenden Verfahren, und vereinen (fusionieren) diese Bilder mit denen der Ultraschalluntersuchung oder auch des Histo-Scannings. Zeigt die MRT-Untersuchung auffällige Gewebestrukturen, nehmen wir eine gezielte Gewebeprobe (Prostatabiopsie). Die Laboruntersuchung führt dann zu einem genaueren Ergebnis zur Tumorausbreitung und zur Art des Tumors (Gleason-Score).

Behandlung

Das ganze Spektrum der Möglichkeiten: Wir bieten alle anerkannten Therapieverfahren an
– von den strahlentherapeutischen Verfahren über die Brachytherapie bis zum minimalinvasiven roboterassistierten Eingriff mit dem da Vinci®-Operationssystem:

  • Roboterassistierte Prostatektomie
  • Brachytherapie
  • Äußere Bestrahlung
  • Hormontherapie

Die anderenorts durchaus noch gängige Offene Totalentfernung der Prostata
führen wir nicht mehr durch. Erwähnt wird diese Therapieform daher nur noch der Vollständigkeit halber. Die offene Prostatektomie ist die klassische Form der Prostataentfernung, da nur sie früher dem Operateur volle Sicht und direkte Kontrolle der Operationsschritte ermöglichte. Der Zugang zur Prostata erfolgt entweder über einen Hautschnitt am Damm (Perineum) oder vom Bauch aus. Auch wenn diese Form des Eingriffs am besten untersucht ist, ziehen wir die roboterassistierte Methode vor. Schließlich bietet sie eine Vielzahl wesentlicher Vorteile: weniger Blutverlust, geringeres Infektionsrisiko, seltenere Wundheilungsstörungen, geringe Belastung der Patienten, kürzerer Heilungsprozess. Hinzu kommt, dass sich die Prognose für die Patienten durch die minimalinvasiven Eingriffe zu verbessern scheint – vorausgesetzt, die Operation wird von einem erfahrenen Operateur und in einem Zentrum mit hohen Fallzahlen durchgeführt.

Minimalinvasive Totalentfernung der Prostata

Bei der laparoskopischen, minimalinvasiven Totalentfernung der Prostata führt der Operateur spezielle Instrumente durch kleine Schnitte ein – unter anderem eine Kamera, mit der er die Instrumente unter Videokontrolle führen kann. Im Gegensatz zur offenen Operation ist dieses Verfahren deutlich schonender für Patienten. Es erfordert allerdings die entsprechende Ausbildung und ist im Vergleich zur offenen Operation mit mehr Aufwand und höheren Kosten verbunden. Im Vergleich zum da Vinci®-Operationssystem fehlt vor allem die dreidimensionale Darstellung sowie das zusätzliche Maß an Präzision.

Brachytherapie

Bei der Brachytherapie werden die Tumoren direkt auf der Körperoberfläche, im Gewebe oder in Körperhöhlen aus kurzer Entfernung radioaktiv bestrahlt. Unterschieden werden zwei Formen dieser inneren Bestrahlung – das sogenannte Afterloading und die Seed-Implantation. Beim Afterloading wird das Tumorgewebe zunächst mit Führungsschläuchen, Hohlröhren oder Hohlnadeln „gespickt". Durch diese werden dann die Strahlungsquellen in den Tumor eingebracht und verbleiben dort für die Behandlungsdauer. Eingesetzt wird das Afterloading nicht nur bei der Behandlung von Prostatakrebs, sondern beispielsweise auch bei Mundboden-, Speiseröhren- und Karzinomen im HNO-Bereich sowie Brustkrebs und gynäkologischen Tumoren. Beim Prostatakrebs wird das Afterloading – wie auch bei verschiedenen anderen Krebsarten – oft mit externer Bestrahlung kombiniert. Die Seed-Implantation verwendet demgegenüber niedrigdosierte radioaktive Implantate, die in den Tumor eingepflanzt werden und ihn von innen zerstören.

Äußere Bestrahlung

Bei der externen, sogenannten „Perkutanen 3D-geplanten konformalen Bestrahlung" wird das Tumorgewebe von außen durch die Haut bestrahlt. Um auch hier das umliegende Gewebe zu schonen, wird das Bestrahlungsfeld vorab mit Hilfe einer Computertomographie exakt berechnet und anschließend in Einzeldosen von nur wenigen Sekunden bzw. Minuten bestrahlt. Ausgeführt werden die externen Bestrahlungen bei einem langjährigen Kooperationspartner. Nach wie vor wirkt sich die Bestrahlung auf das Allgemeinbefinden aus – insbesondere im unmittelbaren Umfeld des Tumors. Im Falle der Prostata kann es zu Reizungen von Enddarm, Blase und des für die Erektion zuständigen Gefäßbündels kommen.

Hormontherapie

Das Zellwachstum des Prostatatumors hängt meist elementar von Hormonen ab – insbesondere von Testosteron. Entsprechend setzt der kurz als „Hormontherapie" bezeichnete Behandlungsansatz auf Hormonentzug bzw. Verabreichung von Gegenhormonen. Diese greifen an unterschiedlichen Stellen an, haben aber ein gemeinsames Ziel: die Verlangsamung des Tumorwachstums. Auch die vom Tumor ausgehenden Beschwerden werden meist spürbar gelindert.

Eine Heilung ist mit der Hormontherapie allerdings nicht möglich. Deshalb setzen wir die Hormontherapie vor allem beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom ein oder, falls alle anderen Therapiemöglichkeiten nicht infrage kommen.

Behandelt wird mit Tabletten oder in Form von Spritzen, mit deren Hilfe Medikamentendepots unter der Haut angelegt werden, die sich langsam abbauen und die Intervalle zwischen den Spritzen dadurch verlängern.

Die Hormontherapie ist keine riskante Therapie. Typische Nebenwirkungen sind etwa Hitzewallungen und sexuelles Desinteresse bis hin zur Unfruchtbarkeit. Den Symptomen kann zwar unter anderem durch Sport entgegengewirkt werden. Gleichwohl steht etwa ein Kinderwunsch diesem Behandlungsansatz entgegen.

Selbsthilfegruppe

Im April 2008 gründeten 13 Prostatakrebs-Patienten die Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Gronau – kurz PKSHG.

Heute hat der gemeinnützige Verein viele Mitglieder im Alter von 56 bis weit über 80 Jahren. Sie kommen aus dem nordwestlichen Münsterland, den angrenzenden Regionen in Niedersachsen und dem niederländischen Twente. Bei den monatlichen Treffen kommen regelmäßig rund 25 der Mitglieder in unserem Haus zusammen.

Schwerpunkte sind die Aufklärung von Patienten über Prostata-Erkrankungen und die Behandlungsmöglichkeiten sowie natürlich der offene und vertrauliche Austausch über alles, was mit Prostatakrebs zu tun hat; sei es Unterstützung bei der Auswahl des Arztes und der Therapieoption, seien es Probleme mit Inkontinenz, Sexualität unmittelbar nach der OP oder aber auch einfach der Umgang mit dem Thema. Wer sich plötzlich mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert sieht, findet hier von Information jenseits der ärztlichen Perspektive über ein offenes Ohr bis hin zu einer Quelle von neuer Lebensfreude und Lebensqualität breite Unterstützung.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich monatlich im St. Antonius-Hospital Gronau.

Die Mitgliedschaft kostet einen Euro pro Monat. Die eigentlichen Kosten für Seminare, Bewirtung und Reisen werden durch Unterstützungen aus verschiedenen Quellen gedeckt – wie etwa dem Bundesverband der Selbsthilfegruppen.

Ansprechpartner:

Bernd Flötenmeyer, Tel. 02555 3210641

Manfred Kortehaneberg, Tel. 02556 997066

Antonius Boes (Vorsitzender), Tel. 02504 8160

Sjouke de Jong, Enschede (NL), Tel. 0031-534-780 396

E-Mail: pkshg-gronau@gmx.de

www.pkshg-gronau.de

Gutartige Vergrößerung

Nicht jede Veränderung der Prostata bedeutet Prostatakrebs. Ab etwa dem 40. Lebensjahr
vergrößert sich die Prostata bei fast allen Männern ganz natürlich – vermutlich hervorgerufen durch Hormonveränderungen.

Nur wenigen Männern bereitet diese sogenannte Prostathyperplasie Beschwerden: Beispielsweise kann sich der Harnstrahl abschwächen, es kann zu Harndrang kommen oder zu unvollständiger Blasenentleerung (Restharnbildung) bis hin zum Harnverhalt. In ausgeprägten Fällen können dadurch auch die Nieren geschädigt werden.

Diagnose

Begibt sich ein Patient wegen der genannten Beschwerden zum Arzt, wird dieser daraus schnell auf eine vergrößerte Prostata schließen.
Wir erhärten einen solchen Verdacht mit verschiedenen Untersuchungen. Dazu gehören eine Messung der Urinstrahlstärke (Urometrie), eine Tastuntersuchung der Prostata, eine Ultraschalluntersuchung der Harnblase, eine Blutuntersuchung sowie eine Urinuntersuchung. Die beiden zuletzt genannten Untersuchungen geben Auskunft darüber, inwieweit die Niere bereits geschädigt ist.

Behandlung

Bestätigt sich der Verdacht einer gutartigen Prostatavergrößerung haben die Patienten die Möglichkeit, sie medikamentös oder operativ zu behandeln.

Für die medikamentöse Behandlung stehen pflanzliche Präparate (Phytopharmaka) sowie zwei chemisch hergestellte Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Während die Wirkung der pflanzlichen Präparate bislang noch ohne wissenschaftlichen Beleg ist, konnte er für α-1-Rezeptorblocker wie Tamsulosin = Alna® und Omnic®, sowie für 5-α-Reduktasehemmer, z.B. Finasterid = Proscar® erbracht werden. Beide Wirkstoffgruppen unterbinden die Einwirkung von Testosteron auf die Prostata und sorgen dafür, dass sich die Prostata verkleinert und die Beschwerden oft und meist über Jahre gut unter Kontrolle bleiben.

Reicht die medikamentöse Therapie nicht mehr aus, um die Beschwerden zu lindern oder wird die Niere zu stark in Mitleidenschaft gezogen, kann die gutartige Wucherung ausgeschält werden. Hierbei wird mit Schlingen durch die Harnröhre (transurethrale Resektion) minimal-invasiv überschüssiges Gewebe abgetragen. Unter Umständen kann auch die offene Operation (suprapubische Prostataresektion) die beste Methode sein.

Unsere Experten beraten Sie gerne in unseren speziellen Sprechstunden – auch in Abstimmung mit Ihrem Haus- oder Facharzt.

Prostataentzündung

Etwa jeder zweite Mann erkrankt einmal in seinem Leben an einer Prostataentzündung (Prostatitis).

Typische Symptome sind dabei ein Druckgefühl im Dammbereich, Schmerzen im Unterbauch sowie im unteren Rücken, Probleme beim Wasserlassen, Erektionsprobleme, Schmerzen beim Samenerguss, zum Teil auch Fieber. Zu unterscheiden sind drei Ausprägungen: die akute Entzündung, die chronische Entzündung sowie das chronische Schmerzsyndrom des Beckenbodens.

Diagnose

Beim Verdacht auf eine Prostataentzündung erfolgt zuerst eine Urin- und Laboruntersuchung.
Hier lässt sich schnell erkennen, ob die Entzündung auf Bakterien zurückgeht. Außerdem tasten wir die, im Falle einer Entzündung meist geschwollene Prostata, ab. Durch eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) lokalisieren wir dann den entzündeten Bereich und können gegebenenfalls einen Abszess nachweisen.

Behandlung

Zur Behandlung der akuten Entzündung durch Bakterien setzen wir Antibiotika ein. In manchen Fällen bringen wir außerdem einen Katheter durch die Bauchdecke ein, um den Harn abzuleiten und die Prostata zu entlasten. Die Heilung dauert meist ein bis zwei Wochen.

Auch die chronische Prostatitis kann – wenn sie auf Bakterien zurückgeht – mit Antibiotika behandelt werden. Sind keine Bakterien beteiligt, haben sich α-Blocker (zum Beispiel Terazosin, Alfuzosin, Tamsulosin) bewährt. Je nach den Symptomen setzen wir auch nicht steroidale Antirheumatika und COX-2-Hemmer ein, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zurückzudrängen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Wirkstoffe und Behandlungsansätze – einschließlich pflanzlicher Wirkstoffe. In jedem Fall müssen sich die Patienten leider auf eine langwierige Therapie einstellen.

Zweitmeinung

Welche Therapie passt zu mir? Vor dieser Entscheidung stehen Männer und deren Angehörige häufig nach der Diagnose. Diese Frage ist nicht nur für Patienten sehr komplex. Daher ist es eine sehr gute Entscheidung, eine zweite Meinung einzuholen. Dies gilt nicht nur für den Freundeskreis oder Betroffenen-Verbände, wie zum Beispiel die zahlreichen Selbsthilfegruppen, sondern insbesondere auch für einen weiteren Arzt.

Eine Hilfe bei der Entscheidung bieten die Leitlinien der "Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.". Die hier aufgeführte Leitlinie bezieht sich allerdings auf alle forschenden Einrichtungen Deutschlands. Die daraus entstehenden Mittelwerte bilden nicht unbedingt die Prognose in einer spezialisierten Klinik ab.

Eine weitere Hilfestellung, die auch unsere Ärzte individuell für jeden Patienten verwenden, sind die sogenannten Nomogramme. Die rein statistisch basierten Tools vermitteln einen Eindruck von der Risikoverteilung bei unterschiedlichen Therapien, und zwar individuell angepasst. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass es sich um statistische Werte und nicht um garantiert eintretende Ereignisse handelt.

http://www.mskcc.org/cancer-care/adult/prostate/prediction-tools

Neben den Leitlinien ist auch das persönliche Angst- und Risikomuster jedes Mannes individuell zu betrachten. Für manche Männer kann Beobachten und Abwarten durchaus eine gute Entscheidung sein. Für andere ist allein der Gedanke, dass ein Tumor in ihnen wächst, nicht zu ertragen.

Unsere Empfehlung: Sprechen Sie mit unterschiedlichen Menschen und Institutionen, um ein breites Spektrum an Meinungen zu bekommen und treffen Sie dann gemeinsam mit Ihrer Familie eine Entscheidung, zu der Sie dann auch stehen können.

Finden Sie eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe http://www.prostatakrebs-bps.de/

Wenn Sie von uns eine Zweitmeinung bekommen möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Verlauf der Behandlungen

Schnelles und effektives Therapiekonzept

Die Therapie des Prostatakrebses im engeren Sinne umfasst lediglich ca. eine Woche.
Der folgende Behandlungsplan zeigt die in dieser Woche vorgesehenen Termine. Dazu gehören neben verbindlichen Terminen, wie dem Eingriff, den Blutuntersuchungen und der Physiotherapie, auch Angebote, die wir Ihnen unverbindlich machen: Sozialdienst, psychoonkologische Beratung und Ernährungsberatung.

Verlauf der Operation

Die Entfernung der Prostata mit dem da Vinci®-Operationssystem dauert alles in allem etwa zwei bis drei Stunden. Die reine Operationszeit liegt meistens unter 90 Minuten.

 

 

Vor der eigentlichen Operation müssen der Patient und das da Vinci®-System vorbereitet werden. Nach der Narkotisierung werden die üblicherweise sechs kleinen Einschnitte in der Bauchdecke vorgenommen, durch die später die Instrumente eingeführt und die Prostata entfernt werden. Während sich ein OP-Team aus Assistenzärzten und medizinischem Personal um den Patienten und das System kümmert, kann sich der Operateur an seiner Bedienkonsole voll auf den Eingriff konzentrieren. Sind die Instrumente in Position, wird zunächst die Prostata freigelegt. Die Versorgungswege – die Prostata liegt zwischen Blase und Harnröhre – werden abgeklemmt bzw. umgeleitet. Dann wird das umliegende Gewebe abgeschoben. Hat sich der Prostatakrebs noch nicht über die Prostatakapsel hinaus ausgebreitet, kann die Prostata nun aus dem Gewebe herausgeschält werden. Das schont die Erektionsnerven und den Blasenhals – was die Verbindungen zwischen den Blutgefäßen (Anastomose) schneller heilen lässt. Hat der Krebs jedoch schon mehr als die Prostatakapsel befallen, entfernen wir die Prostata einschließlich der umliegenden Gewebsschichten.

Nach der Entfernung der Prostata und der anhängenden Samenbläschen wird der Harnröhrenstumpf an den Blasenhals genäht. Um der neu geschaffenen Verbindung zwischen Harnblase und Harnröhre die Möglichkeit zur Heilung zu geben, wird im Rahmen der Operation für wenige Tage ein Harnblasenkatheter eingelegt.

Bei Interesse können Sie sich hier ein Video zur Operation ansehen: http://www.youtube.com/user/Prostatazentrum

Angebote zur Beratung

Prostatakrebs ist nicht nur eine rein organische Erkrankung. Sie bringt für viele Patienten auch erhebliche psychische, soziale und sozialrechtliche Belastungen mit sich.

Psychoonkologische Beratung und Ernährungsberatung:
Neue Kraft, Widerstandsfähigkeit und Zuversicht aufbauen. Die Psychoonkologie als interdisziplinäre Form der Psychotherapie setzt sich genau mit diesen Themen auseinander. Schon vor der von uns empfohlenen Anschlussheilbehandlung (Reha) bieten wir unseren Patienten deshalb die Gelegenheit, psychoonkologischer Beratung in Anspruch zu nehmen. So lernen sie, mit den Belastungen umzugehen und somit das bestmögliche Therapieergebnis zu erreichen.

Auch Ernährungsberatung empfehlen wir schon vor dem Beginn der Reha. Schließlich spielt die Ernährung auch bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle – sei es bei der Vorbeugung, während der Therapie oder bei der Sicherung des Behandlungserfolges. Im Rahmen des Aufenthaltes bei uns erarbeiten unsere Patienten deshalb gemeinsam mit unserer Diätassistentin einen auf die jeweilige Situation abgestimmten Ernährungsplan, um die Regeneration zu fördern und die Gesundheit zu erhalten – zu Hause, bei der Arbeit und in der Freizeit.

Fördern und unterstützen

Prostataerkrankungen – allen voran Prostatakrebs – sind noch längst nicht voll erforscht und vor allem in der Gesellschaft mit einem starken Tabu belegt. Dabei
ist es genau der Austausch über die Erkrankung, der dazu beiträgt, sie wirksam zu bekämpfen.

Der kontinuierliche Dialog zwischen Ärzten, Patienten, Angehörigen und der Medizin-Technik, bzw. -Industrie ist aus unserer Sicht deshalb unverzichtbar: Therapierte Patienten geben ihre Erfahrungen an Patienten weiter, die gerade die Diagnose Prostatakrebs erhalten haben; wir erfahren mehr über die Sorgen und Bedürfnisse der Patienten; die Industrie erhält direktes Feedback zu ihren Produkten – und das Thema an sich erhält mehr Öffentlichkeit. Wir sind über alle Kommunikationswege erreichbar. Arbeiten wir also gemeinsam daran, Prostatakrebs und seine Behandlung immer weiter zu verbessern! Und natürlich freuen wir uns auch über ein Lob.

Zusätzlich finden Sie auch Bewertungen von uns auf folgenden Seiten:
www.klinikbewertungen.de
www.jameda.de
www.medfuehrer.de

Der gemeinnützige Verein Urologie und Technik e.V. wurde 2005 mit der Zielsetzung gegründet, die Klinik für Urologie und das Prostatazentrum am St. Antonius-Hospital Gronau zu unterstützen, indem Mittel für innovative Technik in Diagnostik und Therapie beschafft werden.

Sie möchten mehr über diesen wertvollen Kooperationspartner erfahren?

Hier geht's zur Website des Vereins Urologie und Technik e.V.

Spenden

Zur Unterstützung der wichtigen Mission des Vereins Urologie und Technik e.V.

können Sie sich mit einer Spende beteiligen, die vollständig steuerlich geltend gemacht werden kann. Ob Dauerauftrag oder Einzelspende – Ihr Beitrag hilft!

Hier geht's zur Spendenseite

Botschafter

Als Betroffener von Prostatakrebs sind Sie ein Experte für Ihre Erkrankung.
Hätten Sie sich nach oder vielleicht auch bevor Sie die Diagnose PCa bekommen haben über Menschen in ihrem Umfeld gefreut, die Sie zu ihren Erfahrungen mit PCa hätten befragen können?

Viele Männer schildern uns diesen Wunsch in den ersten Gesprächen. Tragen Sie unsere blaue Schleife und signalisieren Sie anderen Menschen, dass Sie ein Experte sind und dass Sie bereit sind, Ihre Erfahrung zu teilen. Wissen hilft, Tabus abzubauen und rettet vielleicht auch Leben.

In den USA werden Menschen aufgefordert, sich mit Anstecknadeln oder Armbändern zu outen bzw. sich zu seiner Erkrankung zu bekennen. Wir unterstützten diesen Gedanken und bieten unseren Patienten an, sich eine blaue Schleife anzuheften und somit dem Umfeld zu signalisieren „Ich habe Erfahrung mit Prostatakrebs" Männer sprechen oft nicht oder nur spät über ihre Beschwerden und nutzen auch nur zu 10% die Früherkennungsangebote. Vielleicht ändert diese blaue Schleife das Gesundheitsbewustsein und die Kommunikation über Krebs.

Gern senden wir auch Ihnen eine Schleife zu. Sprechen Sie uns an.

Kooperationspartner

Hauptkooperationspartner
Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische
Onkologie
St. Antonius-Hospital Gronau
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-2100
Fax 02562-915-2105
Zentrum für Strahlentherapie - Radioonkologie Dr. S. Hesselmann, A. Rudykina
Sprickmannstr. 36
48431 Rheine
Tel. 05971-160980
Fax 05971-1609890

rheine@strahlenbehandlung.de

Praxis für Urologie K.-H. Rauer, M. Hassenpflug
Gildehauserstr. 2-4
48599 Gronau
Tel. 02562-5051

rauer-hassenpflug@interdata.de

Urologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. G. Linnenbrink et al.
Arnoldstr. 13b
47906 Kempen
Tel. 02152-899290
Fax 02152-8992929

info@urologie-kempen.de

Institut für Pathologie am St. Franziskus-Hospital Münster Dr. med. F. Eitelbach et al.
Hohenzollernring 64
48145 Münster
Tel. 0251-30237
Fax 0251-375285

info@pathologie-muenster.de

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
und Neuroradiologie
Chefarzt Dr. med. B. Prümer
St. Antonius-Hospital Gronau
Möllenweg 22
48599 Gronau

Tel. 02562-915-2150
Fax 02562-915-2155

radiologie@st-antonius-gronau.de

Klinik für Innere Medizin III Chefarzt Dr. med. G. Linnemann
St. Antonius-Hospital Gronau
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-2000
Fax 02562-915-2005

innere@st-antonius-gronau.de

 

Behandlungspartner/ Kooperationspartner
Psychologische Psychotherapie Dipl.-Psych. Bernhard Brügger-Koeth
Kircheninsel 1
48599 Gronau
Tel. und Fax 02562-818218

bbruegger-koeth@web.de

Sozialarbeit St. Antonius-Hospital Gronau
M. Dinkelborg
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-1030
Fax Tel. 02562-915-1035

sozialdienst@st-antonius-gronau.de

Klinik für Nuklearmedizin St. Antonius-Hospital Gronau Chefarzt Dr. med. K. Rahbar
Möllenweg 22
48599 Gronau
Telefon: 02562-915-2151

nuklearmedizin@st-antonius-gronau.de

Nuklearmedizin im MVZ Rheine Dr. med. M. Biedermann
Frankenburgstr. 22
48431 Rheine
Tel. 05971-919181

dr.m.biedermann@t-online.de

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie St. Antonius-Hospital Gronau Chefarzt Dr. med. G. Lippert
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-2400
Fax 02562-915-2405

anaesthesie@st-antonius-gronau.de
Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Gronau  A. Boes  Tel.02504-8160

pkshg-gronau@gmx.de

Palliativmedizin St. Antonius-Hospital Gronau
Dr. med. A. Koeth
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-2210
Fax 02562-915-2255

koeth@st-antonius-gronau.de

Elisabeth-Hospiz-Stadtlohn Leitung R. Liesmann
Laurentiusstraße 4
48703 Stadtlohn
Tel. 02563-9126611
Fax 02563-9126650

hospiz@kmh-stadtlohn.de

 
Labor St. Antonius-Hospital Gronau
Leitung C. Sicking
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-2008
Fax 02562-915-2015

labor@st-antonius-gronau.de

Physiotherapie St. Antonius-Hospital Gronau
Leitung I. Poth
Möllenweg 22
48599 Gronau
Tel. 02562-915-1071
Fax 02562-915-1072

physiotherapie@st-antonius-gronau.de

 

 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der aktuell bei uns laufenden Studien.
Studien zum Prostatakarzinom (PCa)

Aktuelle Studien

 Titel  Studienziele  Studienart
dVLogger RARP Studie
Der quantifizierte Operateur: Dokumentation und Validierung von Bewegungen des Operateurs während der Bedienung des daVinci-Operationssystems mittels dVLogger
  • Identifizierung von neuen, präzisen Messmethoden zur Quantifizierung der Leistung/Effizienz des Operateurs
  • Optimierung der roboter-chirurgischen Ausbildung
Phase 4
prospektiv
multizentrisch
international
ProLy-Studie
Prospektive Erfassung der Lymphozelenhäufigkeit bei roboter-assistierten minimal-invasiven radikalen Prostatektomien unter Bildung eines peritonealen Schwenklappens
  • Auftreten einer Lymphozele innerhalb von 90 Tagen, Erfassung der Häufigkeit und Beschwerden durch Lymphozyten (symptomatische Lymphozylen)
  • Erfassung der Therapienotwendigkeit von Lymphozelen
  • Auftreten von postoperativen Komplikationen (Erfassung nach Clavin-Dindo-Klassifikation)
  • Erfassung der Operationsdauer mit/ohne Schwenkklappen
prospektiv
multizentrisch
randomisiert
national
EvEnt-PCA-Studie
Evaluation einer patientenorientierten Entscheidungshilfe und der deutschen Versorgungssituation beim lokalisierten Prostatakarzinom
  • Untersuchung der Behandlungsentscheidungen von Patienten bei der Auswahl von Prostatakarzinom-Therapien
  • Untersuchung zum Leitlinien-konformen Einsatz von Therapieentscheidungen beim Prostatakarzinom und Erfassung der Lebensqualität sowie Patientenzufriedenheit mit der Entscheidung nach 14 Monaten 
prospektiv
multizentrisch
national
HIFU-Studie
Anwendungsbeobachtung zur Therapie mit Hochintensivem Fokussierten Ultraschall (HIFU) bei Patienten mit einem lokalisierten Prostatakarzinom
  • Nachweis der Effektivität und Verträglichkeit der HIFU bei der Behandlung des lokalisierten Prostatakarzinoms 
Phase 4
prospektiv
multizentrisch
national
SeaL 2-Studie
(Follow Up)Studie zum Vergleich der limitierten vs. extendierten Lymphadenektomie bei der operativen Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms mit intermediärem oder hohem Progressionsrisiko
  • Vergleich der Rezidivraten und Gesamtüberlebens innerhalb von 10 Jahren in den Gruppen
Phase 3
prospektiv
randomisiert
multizentrisch
national
PROTEUS-Studie
Neoadjuvante Apalutamid-Therapie bei Patienten mit einem Hochrisiko oder lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom bei Patienten, die Kandidaten für eine radikale Prostatektomie sind
  • Untersuchung mit der Frage, ob eine Hormontherapie mit/ohne Apalutamid vor und nach der radikalen Prostatektomie bei Patienten mit hohem Prostatakarzinom-Progressionsrisiko oder lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom in einer Verbesserung der pPC (pathological complete response) Rate und des metastasenfreien Überlegens resultiert
Phase 3
prospektiv
randomisiert
multizentrisch
national 
ePLND-SAKK Studie
Extendierte vs. keine Lymphadenektomie bei Patienten mit mittlerem oder hohem Prostatakarzinom-Progressionsrisiko, die eine roboter-assistierte radikale Prostatektomie erhalten
  • Ermittlung des therapeutischen Benefits einer extendierten oder keiner Lymphadenektomie bei Patienten mit mittlerem oder hohem Prostatakarzinom-Progressionsrisiko ohne Lymphknotenbefall (Bildgebung)
Phase 3
prospektiv
randomisiert
multizentrisch
international

 

Studien zur Blasenfunktion
Titel  Studienziel Studienart
NIAGARA Studie
Effektivität und Nebenwirkungen der Substanz ASP8302 im Vergleich zu Placebo bei der Therapie der unteraktiven Blase
  • Untersuchung der Effektivität und Nebenwirkungen von ASP8302 im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit unteraktiver Blase (Detrusorhypokontraktilität)
Phase 2
multizentrisch
randomisiert
Placebo-kontrolliert
international

 

Studien in Planung / Vorbereitung
Titel Studienziel Studienart
FAST (Fcm-image Acquisition STudy): a novel pathway for PCa diagnosis
Digitale Beurteilung von Prostatabiopsien mit konfokaler Fluoreszenz-Mikroskopie: Untersuchung zur Beurteilung der diagnostischen Leistung der konfokalen Fluoreszenzmikroskopie für die Detektion eines Prostatakarzinoms in Echtzeit
  • Vergleich der optischen Beurteilung von Prostatagewebe während Prostatabiopsien mit konfokaler Fluoreszenzmikroskopie (FCM) im Vergleich zum Standardverfahren (HE-Färbung), um die pathologischen Ergebnisse hinsichtlich der Übereinstimmung von Prostatakarzinom-Diagnosen zu überprüfen
  • Überprüfung der Reproduzierbarkeit und Generalisierbarkeit der FCM-Diagnostik in verschiedenen Ländern
prospektiv
multizentrisch
international

 

Teilnahme

Als eins der führenden europäischen Zentren in der Roboterchirurgie und der uroonkologischen Versorgung von Patienten ist die fortlaufende Erfassung unserer Daten sowie die Durchführung klinischer Studien ein wichtiger Aspekt unserer Tätigkeit. Die Studienzentrale der Urologischen Klinik ist für die Planung, Koordination und Durchführung von nationalen und internationalen Studien zuständig. Schwerpunkt sind die onkologischen Erkrankungen des Urogenitaltraktes, unter anderem die Karzinomerkrankungen von Prostata, Niere und Blase.

Wir haben für Sie hier wesentliche Informationen über Studien und die Teilnahme an solchen Studien zusammengestellt. Viele Studien beinhalten überwiegend die exakte Erfassung von Daten und Behandlungsergebnissen, andere vergleichen unterschiedliche Therapieverfahren. Ein selbstverständlicher Grundsatz bei Studien ist, dass Patienten durch die Teilnahme an Studien keine Nachteile in der Behandlung erfahren.

Sollten Sie während Ihrer Behandlung gebeten werden, an einer Studie teilzunehmen, bitten wir Sie dies wohlwollend zu prüfen. Für weitergehende Informationen zu klinischen Studien und den aktuell laufenden Studien an unserem Zentrum steht Ihnen das Team um die beiden leitenden Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung.

Antworten auf einige häufig gestellte Fragen finden Sie nachfolgend.

Häufig gestellte Fragen:

Sind Patienten in Studien "Versuchskaninchen"?

Nein! Mit Patienten werden keine Versuche gemacht, sondern Sie erhalten eine Therapie, die nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft die bestmögliche ist. Ob es eine bessere Behandlung gibt, wird im Rahmen der Studie untersucht. Ein Fortschritt in der Behandlung von Krankheiten wäre ohne Studien nicht möglich. Klinische Studien durchzuführen heißt, aktiv daran mitzuarbeiten, dass die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden.

Wer entscheidet, ob Sie im Rahmen einer Studie behandelt werden?

Es gibt selbstverständlich nur einen, der das entscheidet: SIE selbst.

Wer profitiert von Studien?

Sie selbst partizipieren unmittelbar davon, da oft im Rahmen von Studienprotokollen die Überwachung von Behandlungsergebnissen tiefgreifend präziser ist, als in der üblichen Nachsorge.

Auch nachfolgende Patienten profitieren von den Ergebnissen unserer bisherigen Studien. Ohne diese wäre etwa heute nicht bekannt, dass beim Prostatakarzinom in vielen Fällen Nerv-erhaltend operiert werden kann. Klinischen Studien ist also zu verdanken, dass heute bei der Mehrheit der Männer die Nervenbündel im Rahmen einer Prostatakarzinomoperation teilweise oder komplett erhalten bleiben können.

Wie läuft eine klinische Studie ab?

Es gibt verschiedene Arten von klinischen Studien. Bei einigen werden nur Daten zur Erkrankung oder zur Lebensqualität gesammelt oder Gewebeproben im Rahmen von Forschungsarbeiten untersucht. Andere Studien vergleichen Behandlungsarten. Hier werden z. B. Therapieverfahren miteinander verglichen, von denen nicht bekannt ist, ob das eine oder das andere Verfahren Vorteile bietet. Hierbei erfolgt eine zufällige Einteilung (auch Randomisation genannt) in einen der Behandlungsarme. Erst, wenn die Studie zu Ende ist, wird durch medizinstatistische Auswertungen festgestellt, ob eine der Therapiearten bessere Ergebnisse zeigt. Um individuelle Einflussfaktoren auszuschalten, müssen oft die Daten von vielen Patienten untersucht werden. Dies erfordert eine strukturierte Dokumentation der Angaben zur Erkrankung, Behandlung und zu Ergebnissen.

Weitere Informationen und eine Auflistung laufender Studien erhalten Sie auf Anfrage
im Rahmen eines persönlichen Gesprächs:

Leitung Studienzentrum

Prof. Dr. med. Matthias Oelke
Dr. rer. nat Katarina Urbanova

Studienzentrum Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie

Möllenweg 22, 48599 Gronau
Tel. +49 2562 915 7154, Fax +49 2562 915 1775
katarina.urbanova@st-antonius-gronau.de
clio.gerwing@st-antonius-gronau.de

Studienergebnisse

Da wir unsere Patienten in regelmäßigen Abständen und bis zu 10 Jahre nach der Operation zu Informationen über den Gesundheitszustand befragen, haben
wir einen guten Überblick über die onkologischen und funktionellen Ergebnisse unserer Therapie.

Als Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für roboter-assistierte Urologie (DGRU www.dgru.de) liegt uns die stetige Weiterentwicklung durch Messung der Qualität, zur Optimierung der Qualität der Behandlung unserer Patienten, am Herzen.

 

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