St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
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Etwas mehr Normalität für junge Eltern

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Väter dürfen im St. Antonius-Hospital wieder mit aufs Familienzimmer

„Endlich dürfen Väter ihre Frauen nicht nur unter Geburt im Kreissaal und, wenn nötig, im OP unterstützen. Sie dürfen auch die ersten Tage gemeinsam im Familienzimmer genießen! Nach sehr schwierigen Monaten für alle, aber besonders für junge Familien, können wir ab sofort wieder fast normale Geburten ermöglichen. Natürlich immer unter Einhaltung der Regeln", freut sich Frauke Sonntag, die seit dem Sommer als Leitende Abteilungsärztin in der Gynäkologie des St. Antonius-Hospital tätig ist.
„Die strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen waren und sind sicherlich richtig, denn es geht um den Schutz der Kinder und Mütter" betont Frauke Sonntag, „Wir befinden uns ja auch noch mitten in der Pandemie und täglich kann sich die Situation wieder ändern. Aber momentan möchten wir den jungen Familien alle Möglichkeiten bieten, die Geburt und die ersten Tage intensiv zu erleben."

Grundlage für die neuerliche Regelung ist ein mit der Geschäftsführung und den Hygienefachkräften abgestimmtes Hygiene-Konzept, welches sich an den Vorgaben des Gesetzgebers orientiert. Nach wie vor gilt eine stark eingeschränkte Besucherregelung. So dürfen aktuell nur zwei feste Besucher einmal täglich zu Besuch kommen.
„Das gilt auch weiterhin für unsere Wöchnerinnen", erklärt Frauke Sonntag, „und das ist schwer für Verwandte und Freunde, die alle gerne kommen würden. Die Sicherheit geht aber vor, ganz besonders für die Neugeborenen. Der Besucherrückgang hat auch positive Aspekte, wir erleben eine erkennbare Entspannung der frisch gebackenen Mütter, die sich intensiver mit ihrem Kind beschäftigen können", ist die leitende Abteilungsärztin überzeugt, „Dass jetzt die Väter in der Regel wieder bei der Geburt dabei sein können und mit ihrer Frau und dem Kind zusammen auf einem Zimmer sein dürfen ist toll!"
Das erleben auch Christin und Conrad Cantzen so, deren kleiner Sohn Jonte am 1. September kerngesund im Gronauer Kreißsaal zur Welt kam. Zusammen verbringen sie jetzt viel gemeinsame Zeit auf dem Familienzimmer. Die junge Mutter ist umso glücklicher über die derzeitige Lockerung der strengen Auflagen, da sie als Pflegefachkraft in der Geburtshilfe des St. Antonius-Hospitals tief im Thema ist und hautnah miterlebt hat, wie schwierig die Situation zwischendurch war.

Dr. med. Steinmann, Chefarzt der Frauenklinik: „Die Zeiten, in denen Frauen alleine ihr Kind zur Welt bringen mussten, waren sehr hart für alle Beteiligten. Das hat uns allen wirklich sehr leid getan. Aber, es musste sein und es hat keinen Schaden verursacht, etwa für die Bindung oder die frühkindliche Entwicklung." Davon ist der erfahrene Chefarzt überzeugt. „Dennoch sind überall viele Tränen der Enttäuschung geflossen. Jetzt sind es doch eher Freudentränen der Dankbarkeit, dass die Kinder gesund zur Welt kommen."

Dass sich die gelockerte Regelung jederzeit wieder ändern kann, darüber sind sich alle einig und appellieren darum deutlich an jeden, sich zum Schutze aller und besonders der kleinen Erdenbürger, an die jeweiligen Auflagen zu halten.

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