St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
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Nuklearmedizin auf höchstem Niveau

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Mit der Anschaffung eines SPECT-CT und eines PET/CT verfügt die Gronauer Klinik für Nuklearmedizin über weitere Spitzentechnologie in der Krebs-Therapie.
Seit Anfang Juni verfügt die Klinik für Nuklearmedizin unter Führung von Chefarzt Dr. med. Norbert Blumstein über zwei neue Hochleistungs-Computertomographen. 
Diese Spitzentechnologie macht der Klinik funktionelle und metabolische Bildgebung zur Detektion von biologisch aktivem Tumorzellnachweis und Stoffwechselstörungen im gesamten Körper möglich.

PET/CT
Die Positronen-Emissions-Tomografie, kurz PET, ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode, die insbesondere in der Tumordiagnostik eine sehr hohe Bedeutung haben kann. Im Gegensatz zu üblichen bildgebenden Verfahren (Ultraschall-, Röntgen- oder CT und kernspintomographische Untersuchungen, die etwas über die Struktur von Organen aussagen) stellen nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden normale oder krankheitsbedingte Organfunktionen dar.
Nach der Injektion vermischt sich die leicht radioaktive, sog. Spürsubstanz (Tracer), mit den körpereigenen Substanzen und wird mit diesen von den Organen aufgenommen. Die Substanz schleicht sich dort sozusagen unbemerkt ein – ähnlich einem Kontrastmittel. Die im PET/CT eingesetzten Substanzen sind Stoffe, die meist in ähnlicher Form im Körper vorkommen und deren Verteilung oder Verbrauch durch ein empfindliches Aufnahmesystem sichtbar gemacht werden kann – wie z.B. die Verbrennung von Fett oder Zucker oder der Aufbau von Eiweißen. Außerdem werden die schwachradioaktiven Substanzen im Körper weitgehend umgesetzt und zeigen deshalb keine Nebenwirkungen.
Bösartige Tumore oder entzündliche Veränderungen heben sich im PET/CT-Bild deutlich gegenüber dem normalen umliegenden Gewebe ab. Auch wenige Millimeter große Krebsabsiedelungen (Metastasen) können so schon frühzeitig erkannt werden.
Wenn Sie oder der Arzt Ihres Vertrauens der Meinung sind, dass diese Untersuchung bei Ihrer Erkrankung medizinisch indiziert ist und eine weitere Beratung mit dem PET/CT-Spezialisten gewünscht wird, können Sie sich zu einem Beratungsgespräch telefonisch anmelden. Hier können dann spezielle Fragen bezüglich Indikationen ausführlich besprochen werden.

SPECT/CT
Die innovative SPECT/CT-Technologie vereint molekulare Bildgebung mit leistungsstarker Computertomographie. Dabei erfasst die Bildgebungstechnologie schnell und in einer einzigen Untersuchung, exakte diagnostische Informationen auf molekularer und anatomischer Ebene – weit, bevor strukturelle Veränderungen im Röntgen, im MRT oder mit konventioneller Röntgenuntersuchung sichtbar werden. Bei dem SPECT/CT (Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie) handelt es sich um ein sogenanntes Hybridsystem. Das High-Tech-Verfahren kommt dort zum Einsatz, wo im Rahmen der nuklearmedizinischen Untersuchung herkömmliche Marker zur Untersuchung der Schilddrüse, des Knochens, der Lunge, der Nieren sowie des Herzens eingesetzt werden. Durch den Einsatz effektiver und innovativer Aufnahmeplatten im Kamerakopf wird die Messempfindlichkeit erhöht. Gleichzeitig wird die Aufnahmezeit verkürzt und die injizierte Dosis für den Patienten reduziert. Darüber hinaus erzeugt die digitale Doppelkopf-Großfeld-SPECT-Kamera eine bessere Bildqualität – insbesondere in Kombination mit dem Ultra-Low-Dose CT (Niedrigdosis-CT). Dieser ermöglicht präzise dreidimensionale Darstellungen anatomischer Strukturen oder dient, in Kombination mit einem diagnostischem Mehrzeilen-CT, zur Bestimmung krankhafter Strukturen im menschlichen Körper.
Die SPECT/CT findet nicht nur Anwendung bei onkologischen Erkrankungen: sie wird auch häufig bei gutartigen Krankheitsbildern eingesetzt. Gerade in der Orthopädie ist das Einsatzgebiet für die SPECT/CT-Diagnostik sinnvoll, aussagekräftig und oft therapeutisch wegweisend. Durch die steigende Anzahl an Gelenkersatzimplantationen gewinnt die Diagnostik von Prothesenlockerungen zunehmend an Bedeutung. Diese sind nichtinvasiv jedoch oftmals schwer zu diagnostizieren. Mithilfe der neuen Diagnostik kann dargestellt werden, ob der Knochen im Prothesenbereich eine vermehrte Anreicherung zeigt. Darüber hinaus können anatomisch genau lockerungstypische Anreicherungsmuster verifiziert werden, wodurch die diagnostische Genauigkeit bei kleineren Implantaten, wie etwa im Wirbelsäulenbereich, deutlich gesteigert werden können.

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