Staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Vorwort

Ausbildung ist Zukunft!

Unsere Auszubildenden sind die Fachkräfte von morgen und somit unsere Zukunft.

Als staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule bieten wir ausschließlich eine Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers ist sehr umfassend und facettenreich. Wir freuen uns, wenn wir Ihr Interesse an dieser verantwortungsvollen Tätigkeit wecken können. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich auf unseren Seiten über die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in zu informieren.

Die Aufgaben von Pflegenden sind so vielseitig wie die Bedürfnisse der Menschen in den verschiedenen Altersstufen und Lebenssituationen.

Wir möchten:

  • Ihnen eine Ausbildung ermöglichen, die Fachkompetenz mit allgemeinen methodischen und sozialen Fähigkeiten verbindet
  • Ihre berufliche Flexibilität fördern, um die sich wandelnden Bedingungen in der Arbeitswelt und Gesellschaft zu bewältigen
  • Ihr Interesse am Lernen und an ganzheitlicher Fort- und Weiterbildung wecken
  • Sie in Ihrer individuellen Lebensgestaltung sowie in der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unterstützen.

Wir brauchen Menschen mit:

  • Einfühlungsvermögen
  • Engagement
  • Eigeninitiative
  • Verantwortungsbereitschaft
  • Offenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Spaß am Lernen

Seit 1969 ist die Gesundheits- und Krankenpflegeschule eine feste Einrichtung am St. Antonius-Hospital Gronau. Sie verfügt über 75 Ausbildungsplätze in drei Kursen. Die Ausbildung beginnt jeweils zum 1. April eines jeden Jahres.

Seit 2004 besteht eine Kooperation mit dem Maria-Hilf Krankenhaus Stadtlohn. Die Auszubildenden dieses Krankenhauses absolvieren den größten Teil der praktischen Ausbildung in Stadtlohn und kommen jeweils zur Vermittlung der theoretischen und fachpraktischen Ausbildungsinhalte in die Gesundheits- und Krankenpflegeschule nach Gronau.

Ziel der Ausbildung

Den Menschen als Ganzes zu sehen, mit seinen individuellen Bedürfnissen und in seiner persönlichen Lebenssituation und gleichzeitig die Genesung und den Heilungsprozess mit Fachwissen zu unterstützen und zu fördern, das ist das Ziel unserer Ausbildung. Nach §3 Krankenpflegegesetz (KrPflG) gehören die folgenden Themen dazu:

Eigenverantwortliche Ausführung der Aufgaben:

  • Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege
  • Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihren Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit
  • Einleitung lebensnotwendiger Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des Arztes

Ausführung der Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung:

  • Eigenständige Durchführung ärztlich verordneter Maßnahmen
  • Maßnahmen bei der medizinischen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation
  • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen:

  • Entwicklung von multidisziplinären und berufsübergreifenden Lösungen von Gesundheitsproblemen

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sind gesetzlich geregelt. Wir erwarten von Ihnen

  • Abitur, Fachhochschulreife, den Realschulabschluss oder
  • den erfolgreichen Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung oder
  • den Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit
    • einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren oder
    • eine Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer oder einer erfolgreich abgeschlossenen landeseinheitlich geregelten Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe
  • gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes

Die kirchliche Ausrichtung des Ausbildungsbetriebes muss mitgetragen werden können.

Theoretische Ausbildung

Für den theoretischen und fachpraktischen Unterricht sind laut KrPflG 2100 Stunden vorgesehen, die sich folgendermaßen gliedern lassen:

  • Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften (950 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin (500 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften (300 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wissenschaft (150 Stunden)
  • Zur freien Verteilung: (200 Stunden)

Die Umsetzung der theoretischen Ausbildung erfolgt gemäß der Ausbildungsrichtlinie für die staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in NRW. Die Ausbildung orientiert sich am fächerintegrativen Ansatz.

Praktische Ausbildung

Für den praktischen Teil der dreijährigen Ausbildung sind insgesamt 2500 Stunden nach dem KrPflG vorgeschrieben, die in festgelegten Einsätzen absolviert werden.

Die praktische Ausbildung gliedert sich in folgende Bereiche:

Allgemeiner Bereich (1. und 2. Ausbildungsjahr):

  • Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten in den Fachbereichen: Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege unseres Hauses
  • Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten. Diese findet überwiegend in Zusammenarbeit mit dem hauseigenen ambulanten Pflegedienst statt

Differenzierungsbereich (3. Ausbildungsjahr):

  • Stationäre Pflege in den Fachgebieten: Innere Medizin und Chirurgie in unserem Hause bzw. der Psychiatrie im Ev. Lukas-Krankenhaus Gronau

Praxisanleiter

In allen Einsatzbereichen engagieren sich pädagogisch weitergebildete Praxisanleiter/innen für die Auszubildenden. Die Praxisanleiter/innen führen die Auszubildenden an eine eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heran. Sie unterstützen die Auszubildenden dahingehend, Lernsituationen am Arbeitsplatz zu strukturieren und durchzuführen. Die Praxisanleiter/innen gestalten die Ausbildung in enger Kooperation mit dem Schulteam. Gemeinsam bilden sie das Prüfungsteam für die Examensprüfung.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnt jeweils zum 1. April mit einem ca. sechswöchigen Blockunterricht.

Im Anschluss erfolgen die ersten Praxiseinsätze auf den verschiedenen Stationen. Während der drei Jahre werden ca. 8 - 10 unterschiedliche Praxiseinsatzorte von den Auszubildenden durchlaufen.

25 Auszubildende bilden jedes Jahr einen Kurs. Der theoretische Unterricht wird methodisch vielseitig gestaltet, z.B. durch Gruppenarbeiten, Referate, praktische Übungen, Vorträge, Unterrichtsgespräche und Projektarbeiten.

Während der praktischen Ausbildung finden kontinuierlich Praxisbegleitungen durch das Schulteam statt.

Zur Überprüfung des Lernerfolges und der Entwicklung des Auszubildenden finden regelmäßige Lernzielkontrollen in mündlicher, schriftlicher und praktischer Form statt.

Während der drei Ausbildungsjahre wechseln sich Theorie- und Praxisphasen (Blockunterricht) ab.

Während der Theoriephase besuchen die Auszubildenden

  • Berufsbezogene Seminare / Ausstellungen
  • Informationsveranstaltungen in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens

Die staatliche Abschlussprüfung (Staatsexamen) erfolgt in den letzten Wochen der Ausbildung und besteht aus der

  • Praktischen Abschlussprüfung (auf einer Station)
  • Schriftlichen Abschlussprüfung
  • Mündlichen Abschlussprüfung

Informatives

Wohnmöglichkeit

Die Auszubildenden haben die Möglichkeit, ein Einbettappartement in unserem Appartementhaus zu mieten.

Verpflegung

Für alle Auszubildenden besteht die Möglichkeit, zu vergünstigten Preisen in unserem „Cafe Vita“ zwischen täglich wechselnden Menüs zu wählen.

Vergütung

Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden eine Brutto-Ausbildungsvergütung, deren Höhe und Zahlung sich nach den momentan gültigen AVR-C (Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes) richten.

  • im 1. Ausbildungsjahr 1.090,69 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr 1.152,07 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr 1.253,38 Euro

zzgl. Urlaubsgeld im Juli und Weihnachtszuwendung im November eines Jahres.

Stand 1. Juni 2018

 

  • im 1. Ausbildungsjahr 1.140,69 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr 1.202,07 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr 1.303,38 Euro

zzgl. Urlaubsgeld im Juli und Weihnachtszuwendung im November eines Jahres.

Stand 1. Januar 2019

Bewerbung

Haben wir Ihr Interesse geweckt, sollten Sie sich möglichst ein Jahr vor dem gewünschten Ausbildungsbeginn schriftlich bei uns bewerben. Prinzipiell sind Bewerbungen ganzjährig möglich. In jedem Fall erhalten Sie von uns kurzfristig eine Rückmeldung.

Machen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben unbedingt deutlich, ob Sie sich für die  St. Antonius-Hospital Gronau GmbH oder das Maria-Hilf-Krankenhaus Stadtlohn bewerben. Ferner sollte daraus hervorgehen, in welchem Jahr Sie Ihre Ausbildung beginnen möchten.

Fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte folgende Unterlagen bei:

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Lichtbild
  • Kopie des letzten Schulzeugnisses und, wenn vorhanden, vorherige Abschlusszeugnisse
  • Bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung: Kopie des Abschlusszeugnisses/Gesellenbriefs
  • ggf. Kopien von Zertifikaten, Teilnahmebescheinigungen und Praktikumsbescheinigungen

Kontakt

Hendrik Bramer

Hendrik Bramer
Lehrer für Pflegeberufe
Schulleitung
Telefon: 02562 915-1701
Telefax: 02562 915-1555
bramer@st-antonius-gronau.de